Stadttauben


Großer Erfolg:
Bezirksbürgermeister Frank Balzer erfreut über tierschutzgerechte Regulierung der Stadttauben im Bezirk.

Die Anzahl der Stadttauben und der Umgang mit ihnen führen immer wieder zu kontroversen Diskussionen. Insbesondere auch die erheblichen Reinigungskosten öffentlicher Plätze, Bahnhöfe und Gebäude veranlassten das Bezirksamt Reinickendorf dazu, dem Taubenproblem entgegenzuwirken.

Bezirksbürgermeister Frank Balzer freute sich über die bisherigen Ergebnisse: „Eine Stadttaube produziert pro Jahr knapp 3 kg Kot. Durch die wirksamen, aber zugleich tierschutzgerechten Maßnahmen konnte die sich aus dem Aufenthaltsort der Taubenpopulation ergebenden Verunreinigungen in der Öffentlichkeit um bis zu 80 % minimiert werden. Das hatte zur Folge, dass die Reinigungskosten für den Bezirk dadurch erheblich reduziert wurden. Darüber hinaus sind betreute Taubenschläge sinnvoll, da die Stadttauben artgerecht versorgt und gleichzeitig eine Geburtenkontrolle durchgeführt werden kann.“

Von 2010 bis Ende 2016 finanzierte der Bezirk gemeinsam mit dem Jobcenter Reinickendorf Maßnahmen zur tierschutzgerechten Regulierung der Anzahl der Stadttauben im Bezirk, die die Firma C.U.B.A. ausgeführt hat.

Mit Hilfe von zu Taubenschlägen um- bzw. ausgebauten Bauwagen wurde eine für die Stadttauben attraktive Versorgungs- und Brutmöglichkeit mit stets ausreichendem Futterangebot geschaffen. Standorte der Bauwagen waren in der Meteorstraße und der Buddestraße in Tegel, später am Fontanehaus im Märkischen Viertel und in der Stargardtstraße am Schäfersee.

Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass sich die Tauben vermehrt in den Bauwagen anstatt beispielsweise in Fußgängerzonen oder Bahnhöfen aufhielten und dadurch nur begrenzt Verunreinigungen verursachten. Zusätzlich wurden in den Nistboxen im Inneren der Wagen gelegte Eier kurz nach Brutbeginn durch Attrappen ersetzt. Dadurch wurde die Vermehrung der Stadttauben systematisch reduziert und die Anzahl der Tauben kontrolliert beeinflusst. Die bisherige Projektförderung ist Ende 2016 ausgelaufen. Eine Anschlussfinanzierung für 2017 wurde bewilligt, was der Bezirk sehr begrüßt.

PMBA
kb144r


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