Gegen defensive Architektur

Die FDP-Fraktion Reinickendorf brachte für die gestrige BVV-Sitzung einen Antrag ein, der den Einsatz defensive Architektur im Bezirk stoppen soll.

Defensiver Architektur sind Baumaßnahmen im öffentlichen Raum, die bezwecken, dass der Aufenthalt bestimmter Personengruppen verhindert wird. Dabei werden an Plätzen und Orten z.B. Stahlpinne sowie Poller aufgestellt, um einen Aufenthalt unmöglich zu machen.

Timo Bergemann, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion dazu: „Defensive Architektur hat vor allem das Ziel Jugendliche oder Obdachlose von bestimmten öffentlichen Plätzen fernzuhalten und ist eine neue Art sozialer Kälte. Obdachlose sollen verdrängt werden, indem ihnen der Orte zur Übernachtung und letzte Rückzugsräume genommen werden. Dabei wird das Problem der Wohnungslosigkeit durch solche Maßnahmen noch verschlimmert. Das Ziel, bestimmte Bevölkerungsgruppen von öffentlichen Orten fernzuhalten, ist der offenen Gesellschaft in Reinickendorf unwürdig. Unser Ziel ist den öffentlichen Raum für alle Menschen und ohne Beschränkungen offen zu halten.“

Mit freundlichen Grüßen – Andreas Otto
FDP-Fraktionsgeschäftsführer
PMM


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