Trödelmärkte in der Markstraße

Unser Ordnungsamt „ackert“ auch am Sonntag.
Aber auch die Berliner waren keine Langschläfer – bereis um 9 Uhr waren alle Stände gut „umlagert“. Es wurde gehandelt „Was das Zeug hält“.
Die beiden Trödelmärkte in der Markstraße wurden kontrolliert.
Der Markt auf der anderen Seite beim Schuh-Center nicht – Zuständigkeitsbereich > Mitte > da, meinen die Betroffenen, besteht wohl eine andere Kontrollstrategie.Bericht
Nun, die Veranstalter und Händler waren nicht erstaunt, denn hier, meinen sie, wird regelmäßig kontrolliert.
Während sich der Markt vor Lidl als Familien Trödelmarkt mit vielen sozialen Kontakten versteht, ist der Nachbarmarkt bei EDEKA für „alles Mögliche“ gut.
Beide Märkte geben ihre Kapazitäten mit je ca. 100 Ständen an – vorausgesetzt dass „Petrus“ auch am Sonntag dort trödeln geht.

Wir sprachen mit den Verantwortlichen und mit Händlern.
Fazit – diese Einsätze vom Amt wurden akzeptiert und befürwortet. Bemerkt wurde, dass Kontrollen wohl besonders vor anstehenden Wahlen verstärkt durchgeführt werden. An Beanstandungen wurden uns von den Betreibern von zusammen 6 Verstößen berichtet.
Vom verbotenen Verkauf/Angebot von Spielen für Minderjährige – von Neuwaren (Dem ein kommerzieller Hintergund zugerechnet werden musste – Hinweis: Ein kommerzieller Verkauf ist auf Trödelmärkten nicht zugelassen!)
Wir meinen, dass dieses Resultat für eine gute Standaufsicht vonseiten der Veranstalter spricht.
Allerdings gab es doch noch einen „Wermutstropfen“. Ein leider besonders unfreundliches und übezogenes Vorschriftengebaren durch die Mitarbeiter vom Ordnungsamt wurde vielfach bemängelt. Hier ist sicherlich eine Stärkung duch ein entsprechendes Trainig von Nöten.
Auch hatten wir den Eindruck, dass eine stärkere Einbeziehung der Betreiber in die Analysen der Ordnungsamt-Aktonen gewünscht wird. (Redaktion: Wir bleiben am Ball)Für Interessierte
Die Plätze sind gut ausgebucht. So dass Sie bei einer Teilnahme schon mit einer längeren Wartezeit rechnen müssen.
Hier die Kontaktnummern:
Vor Lidl  – Stand mit Plane kostet 27,- € – melden Sie sich bitte bei den Herren Tuncay oder Herrn Danny > Tel. 030 23 47 58 42.
( 1. Foto oben > li die Damen Renate und Seija  – ganz rechts die Herren Danny und Tuncay)
Bei EDEKA > melden Sie sich bitte bei Herrn Ahmet Yesildag – Stand mit Plane kostet 29,- € – der Sommer ist eigentlich schon ausgebucht – einfach versuchen > Tel.: 030 28 30 70 44.

Das Ordnungsamt
Ferner baten wir den zuständigen Stadtrat für Ordnung, Herrn Maack, um ein kurzes Statement zu seiner bereits ab 6 Uhr früh begonnenen Aktion in der Markstraße – hier sei Ihm und seinem Einsatz-Team unser Respekt für diese frühe sonntägliche Arbeit gezollt.

Stadtrat, Herr Maack:
Ich sehe den Einsatz als vollen Erfolg.
Trotzdem werden wir bei folgenden Einsätzen noch Anpassungen am Ablauf und der Organisation vornehmen. Es wurden insgesamt 30 Gewerbeverstöße festgestellt und geahndet sowie 50 Autos umgesetzt, die im Halteverbot oder auf Sperrflächen abgestellt wurden. Von den Händlern haben wir positive und negative Kommentare gehört. Die betroffenen Händler und deren Freude haben die Aktion verständliche Weise negativ gesehen, andere haben sich aber auch darüber gefreut, dass die Geschäftspraktiken der „schwarzen Schafe“ endlich überprüft werden. Die Anwohner, die massiv an den Trödelmärkten leiden, haben die Aktion durchweg positiv beurteilt und die Hoffnung geäußert, dass wir Kurs halten und etwas zum Besseren wenden.

Einer der eher kritischen Punkte ist der Umstand, dass wir den dritten Markt vor dem Schuhgeschäft, auf dem mit Abstand die meiste Neuware verkauft wurde, nicht bearbeiten konnten, da dieser zum Bezirk Mitte gehört. Hier werden wir intensiv nach einer Lösung suchen.

Ich bin zuversichtlich, dass sich unter den Händlern rumspricht, dass am Sonntag keine Neuware verkauft werden darf und dass jugendgefährdende Filme und Spiele nicht offen ausliegen dürfen, so dass die Anzahl von Ordnungswidrigkeiten hier zurückgehen dürfte. Den betroffenen Händlern wurde das auch umfassend erklärt.

Die Trödelmärkte in der Markstraße waren bisher als rechtsfreier Raum zu beurteilen. Das können und werden wir nicht akzeptieren. Es darf nicht sein, dass Busse an bestimmten Haltestellen nicht mehr halten, weil diese vollständig zugeparkt sind. Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Rettungsgassen verstopft werden. Es kann nicht sein, dass Gewerbetreibende in Reinickendorf Kunden verlieren, weil sich ihre Mitbewerber auf dem Trödelmärkten nicht an die Gesetze halten. Wir können es den Anwohnern nicht zumuten, dass ihre Höfe und Hauseingänge als Abort missbraucht werden.

In Anbetracht des dort herrschenden Chaos, halte ich eine Null-Toleranz-Politik für absolut gerechtfertigt. Eine grundsätzlich gewerbefreundliche Politik für die ich stehe, bedeutet nicht, dass wir jedes Gewerbe in jeder Ausprägung fördern.

Sebastian Maack
Reinickendorfer Stadtrat für Ordnung und Bürgerdienste

PMM
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