Talk im neuen Restaurant „MORGENLAND“

132 wp 01 Morgenland Cürük kulpokDer Inhaber vom Restaurant Morgenland, Herr Cürük (Bild Mitte), hatte im Februar zum Thema Wirtschaftsstandort Reinickendorf eingeladen.
> Restaurant MORGENLAND, im Waidmannsluster Damm / Ecke Düsterhauptstraße 1. (Geöffnet Di-Sa ab 16 und So ab 11 Uhr. Tel. 030 40 39 59 95 ~ Morgen-Land.de)    Die Moderation hatte der aus Funk und Fernsehen bekannte Medien – Publizist, Chefredakteur, Moderator, Medienberater und Musikkritiker. Alexander Kulpok (Bild 2.v.R).Von der lokalen Polit-Prominenz erschienen:
Herr Uwe Brockhausen (Bild 1.v.R) – Reinickendorfer Stadtrat für Wirtschaft, Gesundheit und Bürgerdienste sowie stellvertretender Bürgermeister von Reinickendorf und Kandidat der SPD für die Reinickendorfer Bürgermeisterwahl im September – Herr Jürn-Jakob Schultze-Berndt (Bild 1.v.L) – Wahlkreisabgeordneter für Frohnau, Hermsdorf und Freie Scholle zum Abgeordnetenhaus von Berlin, CDU und von Bündnis 90 die Grünen Herr Hinrich Westerkamp (Bild 2.v.L), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der BVV Reinickendorf. Anwesend war auch Herr George von der Wirtschaftsförderung des Bezirkes.Liebe KiEZBLATTleser*innen hier nun aus dem Gesagten aber nicht aus dem Sinngehalt folgende Zitate:Herr Brockhausen:
„Ich möchte, dass die Wirtschaft boomt und Reinickendorf wächst, aber es müssen die Reinickendorfer*innen auch davon etwas haben – Reinickendorf schläft nicht, in Reinickendorf ist eine Menge los, wir dürfen uns aber auf keinen Fall zurück lehnen sondern müssen da sein, wo unsere Unternehmer*innen uns auch brauchen.“Herr Schutze-Berndt:
„Wirtschaft will gar nicht Politik spüren – die wollen ja eigentlich nur in Ruhe arbeiten – es sei denn, es gibt ein Problem – dann möchten sie gern eine Unterstützung haben. … Da sind 2 Problemlagen – 1. wo finde ich qualifizierte Mitarbeiter … 2. wo finde ich Flächen für Erweiterung meines Betriebes. … da gibt es kaum Spielraum … und es kann nicht sein, dass wir die Betriebe nach Brandenburg rausdrängen müssen, weil wir sagen, in Berlin wird nur noch gewohnt! … und das kann es nicht sein – im Übrigen haben wir in Reinickendorf eine tolle Verwaltung bei Herrn Brockhausen – sie kümmert sich um die betroffenen Menschen und Unternehmen ….“Herr Westerkamp:
„Ich möchte erst einmal mit dem Vorurteil aufräumen, das die Grünen Wirtschaft nicht können …. Wir sind fest davon überzeugt, dass Wirtschaft Arbeit schafft und wir wollen gute Arbeit, die auch anständig bezahlt wird und sozial ist … Wirtschaft kann helfen, ökologische Probleme zu lösen indem sie Sachen neu erfindet und produziert, die wir dringend brauchen, um unseren Planeten zu retten.“Talk Kulpok Brockhausen Schultze Westerkamp a 800 0040Herr Brockhausen:
„Wir haben hier in Reinickendorf die Wirtschaftsförderung als „ZAK“ – Zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle – d. h. wenn jemand aus der Wirtschaft kommt ist es unser Ziel, dass er nicht die Zuständigkeit sucht, sondern, dass wir den/die Unternehmer*in an die Hand nehmen und durch den Zuständigkeitsdschungel in ganz Berlin führen.Herr Schultze-Berndt:
Zu Wachsende Stadt: „Noch vor 3 Jahren war, was die Bevölkerungsanzahl betrifft Reinickendorf der Bezirk mit der geringsten Wachstumsquote – heute sind wir der am 2. wachsende Bezirk in ganz Berlin. … mit einer Traufhöhe von 18,50 m können wir Berlin nicht mit 400.000 bis 800.00 mehr Einwohnern versehen …anders wäre es wenn wir ein Land „Berlin-Brandenburg“ hätten.“Herr Westerkamp:
„Ich glaube, dass wir Arbeiten & Wohnen zusammendenken müssen. Ich glaube, dass das unsere ökologischen Probleme nachhaltig lösen kann. Dass, wenn Leute lange Wege zur Arbeit und zurück fahren, die eigentlich nur der Umwelt schaden und den Leuten Zeit stehlen, die sie für ihr Leben dringender brauchen. Wenn wir neue Wohnungsgebiete jetzt planen, sollten wir immer mitdenken, was ist dort in dem Gebiet dann weiter notwendig und auch Platz für kleine Unternehmen … wir Grüne stehen u.a. auch voll hinter dem Masterplan Tegel.“Herr Brockhausen:
„ … wir haben auch mit der „Wachsenden Stadt“ Verantwortung hier in Reinickendorf und das ist, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und es ist ja allgemein bekannt, ich bin ein Anhänger dafür, auch dort am Flughafen, im Bereich der Nachnutzung Wohnraum zu schaffen….“Herr Schultze-Berndt:
„… wir haben eine irrsinnige prosperierende digitale Kreativwirtschaft und die Herausforderung entsteht -durch die Schaffung so vieler neuer Jobs, weil Firmen Leute benötigen und zwar überwiegend extrem gut gebildete, qualifizierte Leute, die gerne auch teuer wohnen wollen und auch bereit sind andere Wohnniveaus zu bezahlen und das verändert natürlich das gesamte Preisniveau. … und wir werden mit Tegel sicher eine sehr prosperierende Entwicklung haben …“

Herr Westerkamp:
„… was machen wir eigentlich hier in Berlin, wenn der BER nie fertig wird? Und das ist eine ganz ernste politische Frage, mit der man sich auseinander setzen muss – können wir dann >wir schließen Tegel< durchhalten und sagen, dann fliegt ihr eben von Hamburg, Hannover oder Leipzig … ich habe mich mit dem Gedanken noch nie auseinandergesetzt, denn ich bin der Meinung, Tegel wird geschlossen und dann passiert für Reinickendorf nur Gutes … wir stehen vor einer neuen industriellen Revolution die uns extrem viel Arbeitsplätze kosten wird „Industrie 4.0“ und das hat viel mit der Digitalisierung zu tun … so z. B. die Streichung von tausenden Arbeitsplätzen bei den Banken .. wir müssen für diese Menschen neue Arbeit finden … deshalb ist die Tegelnachnutzung so wichtig, wo wir uns mit zukunftsträchtigen neuen Jobs qualifizieren können … ein Beispiel > warum nutzen wir nicht die großen Tanks unter dem Flughafen, um Windenergien in Gas zu verwandeln und es in den Tanks zu speichern, um es dann wieder an die GASAG zu verkaufen, wenn es gebraucht wird …

Herr Brockhausen:
„ … wir haben einen Fachkräftemangel … 2030 wird jeder 2. Reinickendorfer über 65 Jahre alt sein … wenn wir zur Zeit aus der Notsituation Menschen in Reinickendorfer Turnhallen unterbringen, in Massenunterkünften, dann muss uns doch allen klar sein … dass diese Form der Unterbringung nicht zur Integration beitragen wird…wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir diese Menschen schnell ausbilden, qualifizieren und für unsere Gesellschaft auch nutzen können … wenn nicht, werden diese Menschen tief frustriert sein und unsere Angebote an gesellschaftlicher Teilhabe zugänglich sein …und dieses Problem haben wir im Augenblick noch nicht mal ansatzweise gelöst…“

Herr Westerkamp:
„… es gilt im Bereich der Flüchtlingssituationen die vielen kleinen bestehenden Projekte jetzt schnell zu vergrößern…“

Herr Schultze-Berndt:
„… wir müssen dafür Sorge tragen, dass alle Menschen die da sind so schnell wie möglich mit hoher Verbindlichkeit sehr Vieles lernen. Also wenn ich Frau Nahles verstanden habe, sind 80% der Flüchtlinge, die wir haben ohne eine Ausbildung die in irgend einer Art und Weise Chancen auf Anerkennung hat – also 80 % fangen bei Null an…Reinickendorf ist der einzige Bezirk in ganz Berlin in dem die BVV einen Doppelhaushalt und zwar 2 mal hintereinander wo alle Parteien zugestimmt haben … damit sind wir der einzige Bezirk der bewiesen hat, das im Prinzip alle Parteien miteinander am gleichen Seil in die gleiche Richtung ziehen, weil es um Reinickendorf geht – es gibt kein politisches Geplänkel, kein politisches Theater, e gibt keine Scheingefechte um irgendetwas – also es gibt eine große Gemeinsamkeit, zumindest was die Sachfragen angeht. Das finde ich super gut und das macht auch vieles aus. Es ist in der BVV ein Wettbewerb um die besten Ideen und das ist ein außerordentlich anständiger Umgang miteinander – sehr konstruktiv, sehr wahrnehmend und auch zuhörend und deswegen macht es Spaß …

Herr Brockhausen:
„… ich habe auch nicht auf jede Frage eine Antwort aber ich bin mir sehr, sehr sicher, dass wenn wir es gut und schlau anpacken, wenn wir engagiert sind auch diese Situation meistern werden, wie wir alle Situationen der letzten Jahrzehnte gemeistert haben. …wir müssen flexibel sein, wir müssen erfolgreich sein, wir müssen konkurrenzfähig sein – d. h. wir müssen diejenigen sein, die optimistisch sind und den Tatendrang haben – und das muss in der Politik, in der Wirtschaft und der Gesellschaft so sein.“

Liebe KiEZBLATTleser*innen hier noch einige Spot-Ausschnitte:

Die Wirtschaft in Reinickendorf

Problemlagen

Soziale Ökonomie

Wirtschaft und Verwaltung

Berlin – „Wachsende Stadt“

Wohnungen am Kutschi

Reinickendorf Morgen

U-Bahn nach Tegel

Wir schaffen das

Es gibt nicht nur Flüchtlingsprobleme

Neue Technologien – U-Bahn in´s Märkische

KiEZBLATT-Online-Redaktion.

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