Massenentlassung der WISAG

2014 Thorsten KargeThorsten Karge kritisiert Umgang mit GlobeGround scharf
Die Nachricht kam heute Morgen per Fax:  Die WISAG Facility Service Holding GmbH & Co. KG entzieht der GlobeGround Berlin (speziell ihrer Tochterfirma APSB Aviation Passage Service Berlin) die Aufträge und hat Massenentlassungen am TXL angekündigt. Bisher war man zu Gesprächen bereit, nun sind 60 von insgesamt 140 Mitarbeitern am Standort Berlin-Tegel von akuter Arbeitslosigkeit bedroht. Manche von ihnen arbeiten dort bereits seit über 30 Jahren. Die GlobeGround Berlin-Gruppe ist der größte Dienstleister an den Berliner Flughäfen.

Thorsten Karge, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, war bereits mehrfach bei GlobeGround und der APSB zu Gast und sprach mit Mitarbeitenden und Vertretern des Betriebsrates. Dabei machte sich der SPD-Politiker selbst ein Bild der aktuellen Situation und hörte sich die Schilderungen der Betroffenen an. Denn bereits im Frühsommer 2014 kamen erste Befürchtungen auf, dass es zu herben Einschnitten in der Personalpolitik kommen sollte. Karge engagierte sich, setzte sich für die APSB ein und trat vermittelnd in Kontakt zur Betreiberfirma WISAG.

Karge: „Ich bin schockiert und sehr überrascht über diese kurzfristige harte Entscheidung der WISAG. Besonders bedauerlich finde ich dies auch, da mir Herr Wisser in Kürze einen Gesprächstermin zugesagt hat. Alle bisherigen Vermittlungsversuche sind gescheitert. Bei GlobeGround  geht es nicht nur um Zahlen sondern um Menschen. Und diese brauchen jetzt unser Engagement und eine schnelle, soziale und gerechte Perspektive. Ich werde mich auch weiterhin für die Belegschaft der APSB einsetzen.“

Die WISAG hatte vor einigen Jahren die GlobeGround gekauft und diese in immer weitere Tochterunternehmen zergliedert.

Thorsten Karge
Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
Büro | Wittestraße 30e | 13509 Berlin
Wahlkreisbüro | Waidmannsluster Damm 149 | 13469 Berlin
Fon (030) 55174150

www.thorsten-karge.de

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15 Gedanken zu „Massenentlassung der WISAG

  1. Hallo,

    nun ist ein neues Jahr und haben wir neues Glück? Nein!!!
    Seitens der Politik ist bis heute nichts passiert… Ich bin eine Mitarbeiterin der AHS, die ebenfalls gekündigt worden ist und immer noch auf der Suche nach einen neuem Job… Dank der Absprache von der AHS mit der WISAG, bekommen wir kein Fuß in die Tür bei der WISAG. Es existiert eine so genannte „schwarze Liste“. Auf dieser Liste stehen alle Mitarbeiter der AHS, die es gewagt haben, ihr Recht einzuklagen. Ist das fair, liebe Politiker? Es wird gemauert an allen Seiten und wer bleibt auf der Strecke, wir hart arbeitende Bürger. Der Arbeitgeber darf scheinbar mit miesen Tricks arbeiten und was ist mit uns?
    Ich hätte mir gewünscht, dass die Politik etwas Druck mal ausgeübt hätte, denn sowohl eine WISAG als auch eine AHS können sich unsere Gehälter leisten. Und das ist der einzige Grund, warum das hier alles passiert. Irgendjemand bekommt den Rachen nicht voll genug und es sind nicht diejenigen, die Tag für Tag, Schicht für Schicht und Passagier für Passagier sich abgerackert haben.

    Grüsse aus der noch gültigen Freistellung und baldigen Arbeitslosigkeit…

    1. Hallo Silke –
      nutze doch auch unsere „Kostenlose Pinnwand“ für deine Job-Suche!
      Mail uns einfach den Text!
      Grüße
      Web-Redaktion

    2. …APSB…Kollegin,wir können uns die Hand reichen…von Politik und Gewerkschaft komplett allein gelassen..bzw.für dumm verkauft..werden wir mit Angeboten der WISAG Gruppe unter Druck gesetzt….wenn wir uns dort nicht bewerben,das Gehalt nicht weitergezahlt würde(Freistellung)… die Fa. Airlink würde ja nichts mit Herrn Wisser zutun haben!!!!…tja…Beweise müsste man haben,denn unter der Hand wissen das alle….Wisser ist überall…und einen Zeit und Leiharbeitsvertrag würde ich sofort bekommen…ICH ..habe nicht 37 Jahre am Airport gearbeitet..gekämpft,damit ich im Alter so dermassen unmenschlich behandelt werde…Qualität hat seinen Preis…WIR..kämpfen weiter!!!!

  2. KEIN EINZIGER MITARBEITER DER APSB HAT EINE KÜNDIGUNG ERHALTEN!!! Ganz im Gegenteil. Wir werden auch weiterhin hingehalten und verarscht (entschuldigen Sie den Ausdruck) . Es gibt jetzt Dienst auf Abruf, da unser Geschäftsführer der Meinung ist unsere Firma könnte ja eventuell kurzfristig eintreffende Aufträge übernehmen. LOGISCH?! Erst der APSB die Aufträge entziehen und dann plötzlich neue Aufträge übernehmen? Wo ist da der Sinn dahinter. Anstatt uns tatsächlich endlich die Kündigungen auszusprechen und uns gehen zu lassen, werden wir jetzt bis Januar 2015 dazu genötigt jeden Tag anzurufen, um zu erfahren, ob wir gebraucht werden. UNMENSCHLICH IST DAS.

    1. …APSB/GLOBE GROUND-TXL…wurde letztes Jahr>>> WELTBESTE<<< !!!!!! LH Station…der Dank?…Betriebschliessung um keine Abfindungen etc.zahlen zu müssen…unmenschliches..respekloses Umgehen mit den Arbeitnehmern..psychologische Kriegsführung at its best…ich arbeite fast 37 Jahre am Flughafen…so ein Vorgehen ,hab selbst ich noch nirgends erlebt….Tagelöhner auf dem Vorfeld…Zeit und Leiharbeit…Monopolstellung an beiden Flughäfen…zig Unterfirmen,die auf und wieder zugemacht werden…schon einen Fuss im Flughafen FRA….so isser ,der Herr Wisser!!!…WIR …sind alle am Boden zerstört…ABER…wir verlassen den Flughafen stolz und erhobenen Hauptes..UNS konnte man NICHT das Rückrat brechen…UND….APSB/WISAG ist nur ein Synonym für das ,was draussen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland passiert!..WACHT AUF!!!

  3. Liebe KiEZBLATT leserinnen & Leser –
    zu dieser Thematik hat unser Stadtrat für Wirtschaft sehr zügig – wofür wir ihm danken – wie folgt geantwortet:
    „Die aktuelle Information über Massenentlassungen im Bereich des Flughafens Tegel ist eine sehr schlechte Nachricht. Daher kann ich die Reaktionen sehr gut nachvollziehen!
    Ich habe die Geschäftsführung der WISAG Facility Service Holding GmbH & Co. KG in Frankfurt am Main angeschrieben und eindringlich darum gebeten, dass die bei GlobeGround Berlin (speziell ihrer Tochterfirma APSB Aviation Passage Service Berlin) beabsichtigten Massenentlassungen nicht durchgeführt werden. Als Wirtschaftsstradtrat in Reinickendorf ist es mein politisches Anliegen, dass Arbeitsplätze in Reinickendorf erhalten und möglichst ausgebaut werden. Daher habe ich mich auch erkundigt, welche betrieblichen Möglichkeiten bzw. Alternativen noch bestehen, um eine solche Massenentlassung zu verhindern. Hier geht es um die Zukunft und Perspektive von vielen Menschen und deren Familien. Ich habe die Geschäftsführung aufgefordert, alle betrieblichen Möglichkeiten und Chancen auszuschöpfen, um die angesprochenen Arbeitsplätze zu erhalten. Die Entlassung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darf nach meiner festen Überzeugung nicht erfolgen, wenn mit einer strategischen Neuaufstellung im Unternehmen noch die Chance besteht, die entsprechenden Arbeitsplätze zu erhalten.
    Ihr Uwe Brockhausen

  4. Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
    vielen Dank für Ihre Kommentare zu meinem Artikel! In der Tat ist es unfassbar, wie mit teils langjährigem Personal seitens der Wisag umgegangen wird. Genau aus diesem Grunde habe ich mich in den letzten Monaten mit dem Betriebsrat der APSB getroffen, mich zur Sachlage informiert und ein persönliches Gespräch mit Herrn Wisser geführt. Allerdings ist der Einfluss von Politik auf Personalentscheidungen der Wirtschaft sehr begrenzt, und in dem Gespräch war keinerlei Einlenken bei Herrn Wisser zu erkennen.

    Ich bedaure sehr, dass wir jetzt, wenige Tage nach dem Treffen, die traurige Nachricht von der bevorstehenden Schließung der APSB erhalten.
    Das Verhalten der Geschäftsführung ist aus meiner Sicht unsozial und mit dem offiziellen Image der Wisag nicht vereinbar. Ich appelliere an die Geschäftsführung, diesen Schritt noch einmal zu überdenken.
    Viele Grüße, Thorsten Karge

  5. Hallo, es ist furchtbar zu erleben, wie wenig Wertschätzung der Mensch, nach 20 oder 30 Jahre Arbeitsleistung für ein Unternehmen erbringt, das Unternehmen von Deiner Arbeitskraft von Deinen Lebensjahren Deiner gesamten Ressource profitiert und Dich wie Stück Abfall vor die Tür stellt. Genau das ist uns am Flughafen Tegel bei AHS am Freitag
    passiert. 40 Kündigungen, sprich
    Massenentlassung. Ich bin 42 Jahre alt und
    war 22 Jahre jung, als ich bei AHS anfing.
    Herr Wisser hat soviele Existenzen zu nichte gemacht. AHS kooperiert heute mit Wisag in seiner Umstrukturierungspolitik Hand in Hand. Wisag hat die Airlines von AHS bekommen, den Mitarbeitern von AHS wurde gekündigt. Dafür hat AHS das Ticketinggeschäft am Flughafen Tegel bekommen und dafür hat Wisag seinen langjährigen Mitarbeitern gekündigt. Prima Deal oder. So sieht beide ihre langjährige Mitarbeiter losgeworden. Und beide können die leeren Stellen mit Kräften bestücken die weniger kosten und vorallem mit jungem Gemüse. Keine Altlasten. Schämen sollte sich die Politik. Schämen sollten sich die jenigen im Senat die solchen Typen wie Wisser unter freier Unternehmensphilosophie und unter dem Deckmantel: unternehmerische Entscheidungsgewalt alles erlauben. Ich schäme mich jetzt nach sovielen Jahren mich beim Arbeitsamt als Arbeit suchend zumelden. Wobei mein Arbeitsplatz doch noch vorhanden gewesen wäre. Verstehen Sie mich? Es ist ein Gefühl der Ohnmacht. Die Ohnmacht über das Unrecht was z.Z in Berlin an den Flughäfen passiert. Warum kann niemand diesen Herrn Wisser stoppen. Warum prüft keiner seine Vorfeld Lizenzen? Interessiert das überhaupt jemanden? Hat nicht GlobeGround die eigentliche Lizenz für das Vorfeld auf den Berliner Flughäfen? Wie kommt Herr Wisser an diese Lizenzen?
    Wir sitzen alle im gleichen Boot wie APSB, Airlink oder AHS usw. Den Unternehmern passiert nichts. Die Leidtragenden sind
    immer nur die Arbeitnehmer. Die Politik
    schaut weg. Selbst Gewerkschaften haben
    jahrelang an den Berliner Flughäfen
    weggeschaut. Das ist meine persönliche
    Meinung. Nun ist es zu spät. Es sind so viele, dutzende Kollegen gekündigt worden. Bereits in den letzten paar Jahren. Und es wird so munter weiter gehen. Bravo an die
    Zuschauer in den Parlamenten. Diese Leute brauchen nicht sich um ihre Existenzen zu
    fürchten, aber schämen sollen sie sich.
    Mit freundlichen Grüßen
    Havva Köseler

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar –
      wir haben diesen an den Stadtrat für Wirtschaft, Herrn Brockhausen und Herrn Karge weitergereicht.

    2. Havva, das hast Du wirklich gut auf den Punkt gebracht!! Beifall! Es tut mir so so weh, zu sehen das alles den Bach runter geht und diese Politiker – egal ob sie im Berliner Senat, Bundesregierung oder in Brüssel sitzen – sich in einem rechtlich gesichertem Raum befinden, wo ihnen finanziell usw nichts passieren kann! ABER: Auch für Dich und allen anderen geht es weiter! Du wirst sehen. Nach dem Schock wird es Euch besser gehen! Grüße bitte alle lieben Kollegen der AHS von mir!
      Du weisst welcher Marcel 🙂

  6. Der Verkauf der Globe Ground war nicht nötig, sondern vom damaligen Geschäftsführer der BFG (Herr Dr. R. Schwarz) aus Gründen der Machtgeilheit so gewollt.
    Hierdurch wurde die paritätische Mitbestimmung ausgehebelt und die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hatten nur noch eine Statistenrolle.
    Weiterhin konnte man den Arbeitsdirektor einsparen, welches allerdings auch keine Einsparung war, denn das Geld wurde dann anderweitig rausgeworfen.
    Die Fa. Globe Ground schrieb zu dieser Zeit schwarze Zahlen und es konnte vom erwirtschafteten Gewinn noch eine Ausschüttung an die Gesellschafter BFG und Lufthansa erfolgen.
    Man müsste noch nachträglich allen Verantwortlichen die Lizenz zum Führen von Firmen entziehen!
    Wir befinden uns durch solche Methoden in einem Unrechtsstaat, der auch von der Politik so geduldet wird.
    Auch Politiker sollten für diese Entwicklung haftbar gemacht werden.
    Mir tun die Kolleginnen und Kollegen der ehemaligen und renommierten Fa. Globe Ground leid, dass sie nun die Leidtragenden der Geld-und Machtgeilen Geschäftemacher sind.
    Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie nicht in die Arbeitslosigkeit abrutschen, sondern einen neuen sozialen und menschlichen Arbeitgeber finden werden.

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar –
      wir haben diesen an den Stadtrat für Wirtschaft, Herrn Brockhausen und Herrn Karge weitergereicht.

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar –
      wir haben diesen an den Stadtrat für Wirtschaft, Herrn Brockhausen und Herrn Karge weitergereicht.

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