Information zur Verhinderungspflege

SPD Stroedter Brockhausen Pressekonferenz Wahl 2016 0001 a P a 800
Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen möchte auf das bessere Angebot der Verhinderungspflege aufmerksam machen.   
Verhinderungspflege kann zeitweilig in Anspruch genommen werden, wenn die Pflegekraft durch Krankheit oder Urlaub vorübergehend ausfällt. Die Pflegeversicherung übernimmt dann die Kosten einer Ersatzpflege für längstens 6 Wochen je Kalenderjahr. Ein Anspruch auf Verhinderungspflege besteht jedoch erst, nachdem die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Auch Versicherte der sogenannten „Pflegestufe 0“ mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz können Leistungen der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.

Seit Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes wird während der Verhinderungspflege bis zu vier Wochen je Kalenderjahr die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weitergezahlt.

Für weitere Informationen und Beratungen stehen den Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks die Reinickendorfer Pflegestützpunkte sowie die Pflegekassen zur Verfügung. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, sich im Internet unter www.pflege.de zu informieren. Statistiken zeigen, dass leider immer noch zu wenige pflegende Angehörige Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Sie verpassen damit eine Chance, etwas für die eigene Lebensqualität und Gesundheit zu tun.

Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen möchte daher auf das bessere Angebot der Verhinderungspflege hinweisen: „Angehörigen ist es unmöglich, immer präsent zu sein. Angehörige müssen selbst zum Arzt, in das Krankenhaus oder auch zur notwendigen Erholung in den Urlaub. Die pflegebedürftige Person kann trotz Verhinderung des Pflegenden gut und optimal versorgt werden. Ich kann daher nur dafür werben, dass die Verhinderungspflege auch in Anspruch genommen wird.“

pm

kb133


3 Gedanken zu „Information zur Verhinderungspflege

  1. Habe zufällig Ihren Aufruf „Verhind.Pflege“ entdeckt. Meinen Antrag hat die
    Pflegeversich. gerade abgelehnt. Ich hatte für meinen schwerbeh. Mann Stufe 2 jetzt 3
    lange vergeblich einen Kurzzeitpflegeplatz gesucht. Also habe ich ihn für 11 Tage
    in eine !Rehaklinik in der Nähe zur einer sogen. „Gesundheitswoche“ mitgenommen,
    wo wir beide prima in alle Richtungen untergebracht und versorgt waren.
    Die Pflegekasse behauptet nun, der Aufenthalt wäre eine „Reha“ gewesen und
    hat die Rechnung abgeschmettert.
    Was halten Sie davon, Alle Widersprüche sind zurückgekommen.
    Soll ich mich weiter wehren gegen diese Ungerechtigkeit?
    MfG
    Ch. Schieche

    1. Sehr geehrte Frau Schieche –
      vielen Dank für Ihren Kommentar > wir haben diesen an den Reinickendorfer Stadtrat für Gesundheit > Herrn Brockhausen weitergeleitet.
      Web-Redaktion-KiEZBLATT

      1. Sehr geehrte Frau Schieche –

        hier die Antwort unseres Gesundheits-Stadtrates, Herrn Brockhausen:

        Eine verbindliche Einzelfallberatung ist mir leider nicht möglich. Daher würde ich Sie gerne bitten, Frau Schieche folgende allgemeine Einschätzung zukommen zu lassen.

        Zum Grundsatz:
        Sollte der Antrag auf Verhinderungspflege vor Antritt der Reha-Maßnahme gestellt worden sein, dann kann während des Aufenthaltes in der Reha die Betreuung des Gatten als Verhinderungspflege geltend gemacht werden. Sind die Rechnungen erst nach der Maßnahme eingereicht worden (ohne vorher den Antrag gestellt zu haben) , dann werden die Kosten leider nicht übernommen.
        Allerdings variiert das Prozedere von Pflegekasse zu Pflegekasse.

        Ich würde Frau Schieche raten, sich umgehend mit einem unserer Pflegestützpunkte in Verbindung zu setzen. Vielleicht ergibt sich dort noch eine andere Möglichkeit bzw. Hilfe.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr
        Uwe Brockhausen
        Reinickendorfer Bezirksstadtrat

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