„Gemeinschaftslager „Krumpuhler Weg“

Das Gelände Billerbecker 123 A in Berlin-Tegel war bis in die 1930er Jahre Bauernheide und Teil der Jungfernheide. Ab dem Frühjahr 1942 wurde auf dem Gelände das „Gemeinschaftslager „Krumpuhler Weg“ errichtet.

Betreiber waren die am Eisenhammer Weg gelegenen Rüstungsfirmen Altmärkische Kettenwerke (Alkett) und Maget, beides Tochterfirmen von Borsig. Mit einem Areal von über 3300 qm war das Lager dicht bebaut und verfügte über insgesamt 38 Gebäude. Mit über 1500 Zwangsarbeitern zählte das Lager zu den größten in Berlin. Untergebracht waren zunächst so genannte „Ostarbeiter“. Hinzu kamen Franzosen und italienische Militärinternierte.

In der Denkmalliste Berlins ist dieses Objekt nicht nur als Baudenkmal, sondern auch als Gartendenkmal erfasst, da das Gelände nach dem Krieg von der bezirklichen Gartenarbeitsschule übernommen und gärtnerisch gestaltet worden war. Teile des Geländes wurde 2006 mit einer Wohnsiedlung bebaut.

Die Historikerin Dr. Eva Schrage führt am 12. Mai 2019 von 14 bis 15.30 Uhr über das Gelände und erläutert seine Geschichte als Zwangsarbeiterlager sowie die spätere Nutzung.

Der Gedenk- und Informationsraum, der im April 2016 durch das Museum Reinickendorf eingerichtet wurde, ist an diesem Tag geöffnet. Eine Ausstellung zeigt die Geschichte des Lagers und Fundstücke aus dem Alltag der Zwangsarbeiter.

Treffpunkt: Eingang Billerbecker Weg 123 A, 13507 Berlin
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen:
Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin
Tel.: 030/404 40 62

PMBA


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