Bus-Chaos in Reinickendorf

Nach massiver Kritik und öffentlichem Druck hat die BVG auf die anhaltenden Probleme bei den Buslinien 124 und 133 in Reinickendorf reagiert. Seit Anfang April werden beide Linien durch die Firma Schröder als Subunternehmer der BVG betrieben. Dieser Wechsel führte zu massiven Verspätungen und zahlreichen Ausfällen. Fahrgäste beschwerten sich außerdem über veraltete, verschmutzte und nicht barrierefreie Busse. Es fehlten Beschilderungen, Haltestellenansagen und Stop-Tasten. Weder in der BVG-App noch auf den digitalen Anzeigetafeln sind die Busse zu finden.

Der Reinickendorfer Bezirksverordnete Felix Schönebeck forderte die BVG zur Kontrolle ihres Subunternehmers und zur unverzüglichen Nachbesserung auf: „Durch den Wechsel zu einem Subunternehmer darf keinesfalls die erbrachte Leistung für die Fahrgäste schlechter werden. Ich erwarte, dass die Busse wieder nach Fahrplan verkehren und mit einer angemessenen Ausstattung die Reinickendorfer von A nach B bringen“, so Schönebeck weiter. Ein von ihm eingebrachter Dringlichkeitsantrag wurde am 6. April 2022 im Rathaus Reinickendorf einstimmig von allen Fraktionen beschlossen. Der Antrag sieht vor, einen zuverlässigen und ordnungsgemäßen Busverkehr in Reinickendorf auf den Buslinien 124 und 133 durch den beauftragten Subunternehmer unverzüglich sicherzustellen.

Nun hat die BVG reagiert. Auf den beiden Linien kommen vorerst wieder Busse der BVG zum Einsatz, die den gewohnten Standards entsprechen. Sie sind vor allem mit dem rechnergestützten Betriebsleitsystem (RBL) ausgestattet. Dies ermöglicht der BVG eine Erfassung der einzelnen Busse in Echtzeit und dementsprechend eine Kontrolle darüber, ob diese den Fahrplan einhalten. Durch das RBL sind die Busse auch wieder in der BVG-App und auf den digitalen Anzeigetafeln aufgeführt.

Schönebeck begrüßt die Reaktion der Berliner Verkehrsbetriebe: „Es ist gut, dass die BVG reagiert hat und mit eigenem Personal sowie mit zur Verfügung gestellten Bussen versucht, die Probleme in Reinickendorf schnellstmöglich zu beheben. Viele Fahrgäste haben darauf bereits positiv reagiert. Die Osterferien sind ein guter Zeitpunkt, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Es muss aber auch einen langfristigen Plan geben, wie man einen ordnungsgemäßen Betrieb in Zukunft sicherstellen kann!“

Die Firma Schröder soll laut Ausschreibung die Linien 124 und 133 bis ins Jahr 2029 als Subunternehmer bedienen. Die nächste Bewährungsprobe steht am 25. April an. Dann Enden die Schulferien in Berlin.

Pressemitteilung vom 06. April 2022

BVV beschließt einstimmig Dringlichkeitsantrag: Bus-Chaos in Reinickendorf unverzüglich beenden – Zuverlässigen Verkehr auf den Buslinien 124 und 133 wiederherstellen

In Reinickendorf werden seit dem 01. April die Buslinien 124 und 133 nicht mehr durch die BVG selbst sondern durch einen Subunternehmer betrieben. Die „Fahrleistungen mit Kraftomnibussen im Linienverkehr“ wurden mittels Ausschreibung bis 2029 an das Verkehrsunternehmen Schröder aus Ulm übertragen. Im Straßenbild ist dies zunächst einmal nur aufgefallen, weil die eingesetzten Busse nicht im klassische BVG-Gelb verkehren und auch die Fahrerinnen und Fahrer ohne BVG-Dienstkleidung im Einsatz sind.

Vielmehr hat sich jedoch der Wechsel durch spürbare Probleme und Einschränkungen im Reinickendorfer Nahverkehr bemerkbar gemacht. Verärgerte Fahrgäste berichten von massiven Verspätungen und Ausfällen, von Busfahrern ohne Routenkenntnisse Routen, von veralteten, verschmutzen und zu kleinen Fahrzeugen sowie von fehlenden Stop-Tasten und Haltestellenansagen. Nach Angaben von Fahrgästen haben die eingesetzten Fahrzeuge oft zu wenig Platz für Kinderwagen und sind nicht barrierefrei. Der Fahrplan werde nicht im Ansatz gehalten, die Busse kämen hingegen „wann sie wollen“.

„Diese chaotischen Zustände müssen schnellstmöglich ein Ende haben“, fordert der Reinickendorfer Bezirksverordnete Felix Schönebeck. „BVG und Senat sind hier in der Pflicht, die Leistungen der beauftragten Subunternehmer zu kontrollieren und diese zur Nachbesserung aufzufordern. Durch den Wechsel zu einem Privatunternehmen darf keinesfalls die Leistung für die Fahrgäste schlechter werden. Ich erwarte hier ganz klar, dass Busse mit einer angemessenen Ausstattung dem Fahrplan entsprechend die Reinickendorfer von A nach B bringen“, so Schönebeck weiter.

Sein Dringlichkeitsantrag wurde am Mittwochabend im Rathaus Reinickendorf einstimmig von allen Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen. In seinem Antrag forderte Schönebeck, dass „die Buslinien 124 und 133 nach der Vergabe mittels Ausschreibung an einen Subunternehmer ordnungsgemäß und zuverlässig nach Fahrplan in Reinickendorf verkehren“. Das Bezirksamt Reinickendorf wird sich nun bei der BVG und der zuständigen Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz im Sinne des Antrags einsetzen.

Ursprüngliche Pressemitteilung vom 05. April 2022

Bus-Chaos in Reinickendorf unverzüglich beenden – Zuverlässigen Verkehr auf den Buslinien 124 und 133 wiederherstellen

In Reinickendorf werden seit dem 01. April die Buslinien 124 und 133 nicht mehr durch die BVG selbst sondern durch einen Subunternehmer betrieben. Die „Fahrleistungen mit Kraftomnibussen im Linienverkehr“ wurden mittels Ausschreibung bis 2029 an das Verkehrsunternehmen Schröder übertragen. Im Straßenbild ist dies zunächst einmal nur aufgefallen, weil die eingesetzten Busse nicht im klassische BVG-Gelb verkehren und auch die Fahrerinnen und Fahrer ohne typische BVG-Dienstkleidung ihrer Arbeit nachgehen. Vielmehr hat sich jedoch der Wechsel durch massive Verspätungen und Ausfälle in den vergangenen Tagen bemerkbar gemacht. Verärgerte Fahrgäste berichten von Busfahrern, die falsche Routen fahren, von veralteten und verschmutzen Fahrzeugen ohne Beschilderung und mit fehlenden Stop-Tasten sowie von mehreren hintereinander ausgefallenen Bussen und langen Wartezeiten. Der Fahrplan werde nicht im Ansatz gehalten, die Busse kämen hingegen „wann sie wollen“.

„Diese chaotischen Zustände müssen unverzüglich ein Ende haben“, fordert der Reinickendorfer Bezirksverordnete Felix Schönebeck. „Die BVG und der Senat sind hier in der Pflicht, die Leistungen der beauftragten Subunternehmer zu kontrollieren und diese zur Nachbesserung aufzufordern. Durch den Wechsel zu einem Privatunternehmen darf keinesfalls die Leistung für die Fahrgäste nachlassen. Ich erwarte hier ganz klar, dass angemessen ausgestattete und saubere Busse dem Fahrplan entsprechend die Reinickendorfer von A nach B bringen“, so Schönebeck weiter.

Er hat sich an den Vorstand der BVG gewandt und um eine Reaktion zu den Berichten gebeten. Darüber hinaus hat er einen Dringlichkeitsantrag im Rathaus Reinickendorf eingebracht, in dem er fordert, dass „die Buslinien 124 und 133 nach der Vergabe mittels Ausschreibung an einen Subunternehmer ordnungsgemäß und zuverlässig nach Fahrplan in Reinickendorf verkehren“. Der Antrag ist am 6. April 2022 auf der Tagesordnung der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung.
PMM


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