Die Lage im KiEZ (Stand 26.11.2020)

Stellungnahme unseres stellvertretenden Bezirksbürgermeisters und Stadtrat für Wirtschaft, Gesundheit, Integration und Soziales zur aktuellen Situation, Herr Uwe Brockhausen (SPD).

Lagebericht

Nach den bundesweit ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie war im November in unserem Bezirk von einer deutlichen Entspannung leider noch nichts zu spüren.

Wir haben in Reinickendorf ein sehr diffuses Ausbruchsgeschehen mit aktuell täglich rund 100 Neuinfektionen. Auch unsere Krankenhäuser, Seniorenheime und Einrichtungen sind von Infektionen betroffen. Corona hat leider alle gesell-schaftlichen Bereiche erreicht. Die Lage ist also weiterhin sehr ernst.

Wir sind mit dem Gesundheitsamt, dem zusätzlich aus allen Abteilungen des Bezirksamtes zur Unterstützung des Lagezentrums eingesetzten Personal und den im Wege der Amtshilfe eingesetzten Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr weit über die üblichen Dienstzeiten und am Wochenende im Einsatz, um in unserem Bezirk die Pandemie soweit wie möglich einzudämmen. Angesichts der berlinweiten Zahlen von Neuinfektionen hat sich die Gefahr von Ansteckungen und einer möglichen Überforderung des  Gesundheitssystems leider erhöht.

Mit den hohen Infektionszahlen ist der Arbeitsaufwand bei der Nachverfolgung der Infektionsketten stark gestiegen. Aus diesem Grund haben wir in Reinickendorf – wie auch andere Gesundheitsämter in Berlin – Ende Oktober eine Allgemeinverfügung erlassen, um noch schneller und effizienter gegen die Verbreitung des Virus vorzugehen. So können nach dieser Allgemeinverfügung zum Beispiel Schulleitungen oder Arbeitgeber unmittelbar über eine angeordnete Quarantäne informieren. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Arbeit des Gesundheitsamtes zu erleichtern und Meldewege zu verkürzen. So wird es möglich, große Gruppen von Kontakt- oder Verdachtspersonen zeitgleich in die Quaran-
täne zu schicken.

Es wird also in allen Bereichen intensiv und engagiert daran gearbeitet, dasssich die Pandemie in unserem Bezirk nicht ungebremst ausbreitet. Dennoch möchte ich an dieser Stelle ganz deutlich darauf hinweisen, dass wir diese Pandemie nur gemeinsam beherrschen können. Ich habe mich bereits in den vergangenen Wochen und Monaten sehr darüber gefreut, wie diszipliniert und sorgsam sich die ganz überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Reinickendorf verhalten hat. Dies ist aber auch notwendig und wir müssen in den nächsten Wochen durch die Einhaltung der einschlägigen Hygiene-,
Abstands- und Kontaktregeln unseren Beitrag für eine Eindämmung der Pandemie leisten.

Auch wenn die Nachrichten über die Entwicklung neuer Impfstoffe uns hoffnungsvoll stimmen, sollte uns immer bewusst sein, dass die Verteilung des Impfstoffes und die Impfung aller Bürgerinnen und Bürger noch Zeit in Anspruch nehmen wird.

Bleiben Sie bitte gesund! – Ihr Uwe Brockhausen

Grußwort zur Jahreswende

Liebe Reinickendorferinnen und Reinickendorfer,
unser Alltag ist von Sorgen um die Gesundheit, die weitere wirtschaftliche
Entwicklung, den Arbeitsplatz und Unsicherheit geprägt. Alltagsregeln wie
Hygiene und Abstand sowie der Verzicht auf Sozialkontakte gehören zu
unserem Lebensalltag, der eigentlich gerade in der Adventszeit und zu Weih-
nachten wirklich ganz anders aussehen sollte. Wir alle empfinden diese
schwierige Zeit als bedrückend und vermissen unsere frühere Ausgelassenheit
und Unbeschwertheit im Miteinander. Wir sollten diese Herausforderung
annehmen und auch unter den erschwerten Bedingungen eine schöne und
besinnliche Zeit verbringen.

Ich möchte Sie jedenfalls ermutigen, in dieser schwierigen Zeit nicht den Optimismus und den Blick in die Zukunft zu verlieren.

Auch wenn es nicht das Jahr der großen Feiern und Besuche sein wird, können
wir den Alltagswidrigkeiten trotzen und damit ein bewusstes Zeichen des
Miteinander in dieser schwierigen Zeit setzen. Ein Telefonanruf, kleine Auf-
merksamkeiten sowie die eine oder andere neue Idee zum Weihnachtsfest
können dazu beitragen, dass wir schöne Stunden genießen werden und auch
Einsamkeit verhindern können.

Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe und daher sollten wir überlegen, ob
und wie wir den Ärmsten und Bedürftigen mit einem Beitrag helfen können.
Eine kleine Spende und ehrenamtliches Engagement werden dringend gebraucht.

2021 steht vor der Tür. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es ein herausforderndes
aber auch gutes Jahr wird. Daran sollten wir gemeinsam arbeiten.

Ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr – Ihr Uwe Brockhausen


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