Initiative Offene Nachbarschaft

Wünsche und Erwartungen der Initiative Offene Nachbarschaft (Hermsdorf – Glienicke) an den Runden Tisch zum Verkehrsraum Reinickendorf/Oberhavel.
Endlich! Der Runde Tisch zum Verkehrsraum Reinickendorf/Oberhavel begann im Juni 2021!
Die Initiative Offene Nachbarschaft hat große Erwartungen an diesen Dialog von Politikern, Interessengruppen und Bürgerinitiativen beiderseits der Landesgrenze von Berlin und Brandenburg.
Warum begrüßt die Initiative Offene Nachbarschaft den Runden Tisch?
Erstens: Wir sind überzeugt, dass sich die Verkehrsprobleme im Norden von Reinickendorf nur in einem Miteinander mit dem Nachbarkreis und den Nachbargemeinden lösen lassen.
Zweitens: Wir begrüßen es, dass die verkehrspolitische Diskussion nicht auf einen kleinen Ausschnitt des Gebiets mit einem oder zwei Straßenzügen fokussiert wird, sondern die Verkehrssituation in unserem gesamten Raum angegangen wird.
Drittens: Der Runde Tisch bietet die Chance, dass die Interessen aller Anwohner und Straßennutzer gesehen und bewertet und zu einem Ausgleich gebracht werden.
Welche grundsätzlichen Erwartungen hat die Initiative Offene Nachbarschaft an den Runden Tisch und dessen Arbeit?
Erstens: Wir erwarten, dass alle berechtigten Mobilitätsinteressen von uns Bürgern am Stadtrand gesehen werden. Dazu gehört nicht nur, aber auch der motorisierte Verkehr.
Zweitens: Wir erwarten, dass der Raum Reinickendorf Nord / Glienicke/Schildow als eine einheitliche Nachbarschaft begriffen wird. Die durch den Mauerfall geschaffene Möglichkeit, sich überall in dieser unserer Nachbarschaft, etwa zur Freizeitgestaltung, zum Arztbesuch oder zum Einkaufen, uns mit dem Verkehrsmittel frei bewegen zu können, muss erhalten bleiben. Wer von Glienicke in die in die Geschäftsstraßen von Frohnau und Hermsdorf fährt, oder wer zum Beispiel von Frohnau oder Hermsdorf nach Glienicke oder Schildow fährt, um
seine Kinder oder Enkelkinder zu besuchen, ist kein Pendler im Durchgangsverkehr, der – wie andere meinen – mit seinem Auto hier nicht hingehört, sondern er nimmt am Ortsverkehr in seiner erweiterten Nachbarschaft teil.
Drittens: Wir sind überzeugt, dass die wesentlichen Belastungen durch den motorisierten Verkehr vor allem durch den werktäglichen Berufsverkehr hervorgerufen werden. Diesen Verkehr können wir verringern! Alle Erfahrungen, auch in Berlin und gerade auch in der Schildower Straße zeigen indessen, dass es keine gute Lösung ist, den heutigen Autofahrern Steine und Hindernisse in den Weg zu rollen. Das macht alles nur schlimmer!
Das verlagert nur Probleme und löst sie nicht. Vielmehr müssen denen, die heute zur Arbeit fahren, gute und auf den Stadtrand ausgerichtete Angebote gemacht werden. Dort, wo er in Haupt-, aber auch Sammelstraßen, nicht vermeidbar ist, muss er durch vernünftige bauliche Maßnahmen ruhiger fließen, langsamer und sicherer werden.
Der paritätisch besetzte Runde Tisch soll Verständnis füreinander und die jeweilige
Problemsicht entwickeln. Das Mobilitätsproblem soll als ein gemeinsam zu lösendes erkannt werden.
Der Runde Tisch hat eine beratende Funktion. Er soll möglichst einvernehmliche
Empfehlungen erarbeiten, die dann in den Gremien beider Länder beschlossen und umgesetzt werden. Eine breite Akzeptanz der Empfehlungen erhöht die
Umsetzungswahrscheinlichkeit. Konkrete Beschlüsse werden in der Anfangsphase eher nicht zu erwarten sein, sondern sich erst als Ergebnis eines fortschreitenden gegenseitigen Verständnisses ergeben. Wichtig ist, den Dialog auf Augenhöhe zu beginnen und dafür eine Grundlage zu haben.

Kontakt:
Initiative Offene Nachbarschaft – Dr. Helmut Bodensiek, Solquellstr. 27, 13467 Berlin – Tel.: 030 404 48 15
www.offene-nachbarschaft.de

PMM


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