KiEZBLATTFrageBVV 011 – „airberlin“

Was legt Ihre Fraktion den Mitarbeitern von „airberlin“ – neben der dort vorhandenen Kündigung – auf deren GabenTisch?

Wir begrüßen, dass auf Landesebene eine Transfergesellschaft für die Boden-Beschäftigten der insolventen Air Berlin gegründet worden ist und der Berliner Senat dies unterstützt und seine diesbezüglichen finanziellen Zusagen eingehalten hat. Die Transfergesellschaft bedeutet für die Betroffenen einen wichtigen Zeitgewinn und zusätzliche Perspektiven.
Unverständlich ist, dass sich die Bundesländer Bayern und NRW sowie der Bund einer großen Transferlösung für alle Beschäftigten verweigert und ihrer politischen Verantwortung somit entzogen haben.
Felix Lederle (DIE LINKE Reinickendorf)

Leider können wir den „Airberlinern/innen“ nichts erfreuliches auf den Gabentisch legen.
Auch wenn die Heimat Air Berlins mit dem Flughafen Tegel in Reinickendorf liegt, besitzt die BVV oder das Bezirksamt keine Zuständigkeiten in dieser Frage zu helfen.
Ich glaube aber, dass wenn auch jeder Betroffene verständlicherweise besorgt auf seine eigene Situation guckt, es in den kommenden Monaten für die Allermeisten zu Lösungen kommen wird, die den entsprechenden Arbeitsplatz für die Zukunft sichert, vielleicht sicherer macht, als es in den letzten Jahren bei einem offensichtlich überforderten Management bei Air Berlin der Fall war.
Rolf Wiedenhaupt (AfD Reinickendorf)

Die Erkenntnis, dass es offenbar doch einen Unterschied macht, ob Landesre-gierungen von der SPD oder der CDU geführt werden.
Die von CDU und CSU geführten Landesregierungen von Bayern und von NRW haben die finanzielle Beteiligung an einer Auffanggesellschaft für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von airberlin abgelehnt. Berlin hat im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten eine solche Lösung für die Mitarbeiter am Standort der Hauptstadt ermöglicht. Auch der öffentliche Dienst, der derzeit in einigen Bereichen einen hohen Einstellungsbedarf hat, soll prüfen, ob er Mitarbeiter von airberlin einstellen kann. Ein ähnliches Programm läuft beider Deutschen Bahn.
Die SPD wünscht allen Mitarbeitern, dass sie schnell wieder in Lohn und Brot kommen und steht – wie jetzt auch im Fall von Siemens – solidarisch an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Marco Käber (SPD Reinickendorf)

Wir bedauern die Insolvenz von Air Berlin. Vor allem die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien tun uns angesichts der ungewissen Zukunft aufrichtig leid. Die BVV-Reinickendorf hat keine Möglichkeit, direkten Einfluss im Insolvenzverfahren auszuüben. Als CDU-Fraktion Reinickendorf hoffen wir, dass den Ankündigungen anderer Fluggesellschaften, bevorzugte und beschleunigte Einstellungsverfahren für ehemalige Air Berlin-Mitarbeiter durchzuführen, rasch Taten folgen. Vom Berliner Senat und allem voran vom Regierenden Bürgermeister erwarten wir, das die Mitarbeiter von Air Berlin bei der Jobsuche unterstützt werden. Auch Berlin sucht in der Verwaltung gut qualifizierte Arbeitskräfte. Vielleicht können auch hier ehemalige „Air-Berliner“ übernommen werden, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern.
Tobias Siesmayer (CDU Reinickendorf)

Eventuell noch folgernde Antworten lesen Sie dann bitte nach Eingang hier:  –  FDP

Es geht hier nicht um Geschenke auf dem Gabentisch, sondern darum, die Mitarbeiter*innen in dieser schwierigen Situation so gut wie möglich zu unterstützen. Leider sind die Möglichkeiten der BVV hier sehr begrenzt. Ein wichtiger Schritt war die Einrichtung einer Transfergesellschaft durch die rot-rot-grüne Landesregierung in Berlin, über die rund 11,5 Mio Euro bereitgestellt werden. Wir hoffen, dass es damit gelingt möglichst viele Mitarbeiter*innen in neue zukunftsfeste Arbeitsverträge zu vermitteln.
Wie das Land Berlin sucht auch der Bezirk Reinickendorf qualifiziertes Personal für die Verwaltung. Das Bezirksamt sollte alle Möglichkeiten nutzen, entsprechende Stellenausschreibungen über die Transfergesellschaft anzubieten, z.B. auch über Jobbörsen. Unsere Fraktion würde es sehr begrüßen, wenn damit vielen Betroffenen eine neue Perspektive geboten werden könnte.
Andreas Rietz (BVV-Fraktion Bündnis 90/Die Grünen)


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