Eine Fachmeinung zur Dämmung

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Energische Volksverdämmung von Konrad Fischer, Architekt (siehe auch Kommentare)

Die staatlich verordnete Fassadendämmung bringt den Betroffenen durch Vergiftung, erhöhtes Brand- und Auffeuchtungsrisiko, dauerhaft ausbleibende Sparerfolge und Wohnkostenexplosion nur Schaden und keinerlei Nutzen. Sie soll angeblich den menschengemachten Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) minimieren, zur Neige gehende Energiequellen schonen und die hundertprozentige Versorgung mit regenerativer Energie sichern – dieses Mantra tragen alle Politiker parteienübergreifend vor sich her, sie novellieren die „Klimaschutzgesetze“ fast im Jahresrhythmus. Was ist da wirklich dran?

Fotograf: Konrad Fischer)
Bild 1 – Verrottende Dämmfassade nach wenigen Jahren Standzeit
Bild 2 – Der Schießscharteneffekt mit Pulverdampfspur – typische tauwasserbedingte Ablagerungen über Fenstern von Dämmfassaden dank starker Tageserwärmung und Nachtabkühlung der nicht speicherfähigen Dämmoberflächen
Bild 3 – Algen und Schimmelpilzkulturen auf dem tauwasserbenäßten Wärmedämmverbundsystem
Bild 4 – Spechthöhle im Dämmstoff – ein immer mehr um sich greifendes Instandhaltungsproblem an Dämmfassaden

Beeindruckende Einsparpotentiale?
„Gerade die Außenwanddämmung ist eine ganz entscheidende Maßnahme zur Energieeinsparung, Komfortsteigerung und Wohnwertverbesserung“, behauptete die Deutsche Energieagentur (Dena) unter dem Titel „Einsparpotential in unsanierten Gebäuden beeindruckend hoch“. Stimmt das? Hausgeld-Vergleich e.V., eine Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter, wollte das genauer wissen und fragte die Dena, das Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt (IWU) sowie Gerd Hauser vom Institut für Bauphysik der Fraunhofer-Gesellschaft (IBP) nach „Langzeitstudien der realen Energieeinsparung nach Wärmedämmmaßnahmen an Bestandsimmobilien“.

Das IWU antwortete: „Da hier dringender Forschungsbedarf besteht, sind wir bemüht, bei Sicherstellung einer ausreichenden Finanzierung weiterführende Untersuchungen durchzuführen.“ Stephan Kohler, (…) Geschäftsführer der Dena, verwies auf die wissenschaftliche Auswertung an „mehr als 330 Gebäuden“, die für Mehrfamilienhäuser gezeigt habe, daß „eine warmmietenneutrale Sanierung mit rund 70 Prozent Einsparungen möglich ist“. Echte Verbrauchsdaten lägen aber noch nicht vor. Alle Prognosen sind nur Computersimulation. Vom Bauphysikprofessor Hauser, maßgeblicher Antreiber der U-Wert-Bauphysik, kam nicht einmal eine Eingangsbestätigung.

Wo gibt es überhaupt belastbare Verbrauchswerte, die in irgendeiner Weise die Einsparwirkung von Dämmfassaden belegen? Da sieht es mau aus. Der gegenteilige Effekt ist hingegen belegt: 1996 veröffentlichte das Hamburger Gewos-Institut die Langzeitstudie „Heizenergieverbrauch von Mehrfamilienhäusern im Vergleich“, die den Verbrauch an 47 gedämmten und ungedämmten Wohngebäuden dokumentierte. Das Ergebnis lautete: „Trotz höherer Wärmedurchgangskoeffizienten für die Außenwand und höherer km-Werte (Wärmedämmwert, heute mittlerer U-Wert) der Hüllflächen weisen die (…) Mehrfamilienhäuser mit monolithischem Außenwandaufbau einen niedrigeren Jahresbrennstoffverbrauch auf als die Gebäude mit zusätzlicher Dämmung der Außenwand.“

Gedämmte Häuser verbrauchen sogar mehr Heizenergie?
Ja, und das entspricht genau der Langzeituntersuchung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP aus den achtziger Jahren, bei der die bis zu 23 Zentimeter dick gedämmten Versuchsbauten mehr und nicht weniger Heizenergie verbrauchten als die ungedämmten. Leider wurde der maßgebliche dritte Untersuchungsabschnitt bis zum Herbst 2014 geheimgehalten und nur auszugsweise im Fachblatt “Immobilienwirtschaft” veröffentlicht. Selbst die Eidgenössische Materialprüfanstalt konnte auf ihrem Versuchsgelände in Dübendorf Anfang der 90er den sich über das gesamte Winterhalbjahr erstreckenden Heizenergie-Mehrverbrauch eines wärmegedämmten Versuchsbaues gegenüber dem ungedämmten nachweisen. Auch diese Studie wurde aber nicht publik gemacht.

Haftungsfalle Unwirtschaftlichkeit
Nachträgliche Fassadendämmung mutiert demnach zum Energiespar-Harakiri. Echte Spareffekte bei einer energetischen Sanierung stammen eher von der Heizungsmodernisierung und dem Stopfen von windigen Löchern in Fassade und Dach. Noch schlimmer die rechtliche Situation: Da die nachträgliche Fassadendämmung eine wirtschaftlich akzeptable Zehn-Jahres-Amortisation fast nie erreicht, verstößt sie gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot des Energieeinspargesetzes (EnEG). Dafür bietet die Energieeinsparverordnung (EnEV) die „Befreiung“. Wenn nun ein Planer oder Handwerker seinem Bauherrn dennoch unwirtschaftliche Energiesparkosten aufbürdet, droht Schadensersatz. Entsprechende Prozesse sind bereits anhängig.

Dämmpfusch
Auch als Fassadenkonstruktion sind die sogenannten Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) problematisch. Mangels Wärmespeicherfähigkeit werden sie tagsüber sehr heiß und in der Nacht eisekalt. Die im Dämmstoff eindiffundierte Luftfeuchte kondensiert dann oder betaut seine – dank extremer Wärmedehnung – bald verrottende Oberflächenbeschichtung. Das fördert auch Schimmelpilz- und Algenbefall. Deshalb werden WDVS-Beschichtungen mit Pestiziden „ertüchtigt“. Nach einiger Zeit werden die Giftstoffe aber ausgewaschen und gelangen ins Ab- und Grundwasser. Das Hannoversche Institut für Bauforschung (IFB) hat für die Dämmfassadenquadratmeter knapp zehn Euro mehr an jährlicher Instandhaltung ermittelt als für Putzfassaden auf Mauerwerk. Das soll klimagerechtes Sparen sein?

Viele Dämmfassaden sind zudem aus dem brennbaren Verpackungsschaum Polystyrol, ein Erdölprodukt, das mit dem giftigen Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) angereichert wird – was im Ernstfall offenbar nur wenig hilft. Eindrucksvolle Fassadenabbrände von Wolkenkratzern wie jüngst in Krasnojarsk, am Olympiaturm in Grosny, dem Mermozturm in Roubaix und am Polatturm in Istanbul, dessen 152 Meter hohe Dämmstoffassade in knapp vier Minuten abgefackelt war, zeigen die Gefahren. Auch hierzulande gab es schon genug WDVS-Großbrände, auch mit tragischen Todesfällen (Berlin), die den WDVS-Brandschutz ad absurdum führten.

Vor allem den Mietern offenbart sich dann die ganze Absurdität der Dämmpolitik: Ihrer Miete dürfen 11 Prozent der Dämmkosten bis in alle Ewigkeit draufgeschlagen werden, angemessene Heizkostenersparnisse gibt es nicht. Das Mietrecht verweigert das dem Haus- und Wohnungsbesitzer vorbehaltene Recht auf wirtschaftliche Angemessenheit und notfalls Befreiung von der energetischen „Sanierung. Das Brandrisiko der meist erdölbasierten Fassadendämmstoffe wird dem Mieter obendrein aufgebürdet – obwohl sich die Sicherheit seiner Mietwohnung damit dramatisch verschlechtert. Von den ästhetischen und wohnhygienischen Nachteilen seiner tageslicht- und solarenergiefressenden Schießschartenfenster ganz zu schweigen. Der mit dem vergeblichen, ja gefährlichen Dämmen verbundene Bevölkerungsaustausch geht dann so lange, bis die von der latenten Feuersgefahr verängstigten oder auch „nur“ armen Klimaschützer aus den angestammten Wohnvierteln vertrieben sind.

Die Alternative
Wie soll es mit dem Klimastuß an unseren Häusern weitergehen? Die offenbar lobbyistenhörige Regierung hat dafür in ihrem „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)“ Steuergeld in verschwenderischem Umfang bereitgestellt, das woanders viel dringender gebraucht würde. Da aber auch diese Vorzugssubventionierung die Energieeffizienzanstrengungen noch lange nicht wirtschaftlich macht, bleibt das ganze eine riesige Mogelpackung. Norbert Deul vom Arbeitskreis „Richtig Bauen“ der vorgenannten Schutzgemeinschaft fordert deswegen das vollständige Abschaffen dieser gesetzlich geschützten Volksverdummung: „Der Bürger soll selber über die Energiesparmaßnahmen entscheiden, die er sich leisten will und kann.“ Und da es keinerlei nachweisbare Wirkung des Spurengases CO2 auf das Wetterchaos gibt, die nur angeblich fossilen Energiequellen sich aus unerschöpflichen Reserven immer wieder füllen und die Erneuerbaren Energien unser Land niemals mit sicherem Strom zu sozialverträglichen Preisen versorgen können, wäre das ersatzlose Abschaffen der ökologistischen Zwänge auch nicht weiter schade.

Weiterführend: Altbau und Denkmalpflege Informationen – www.konrad-fischer-info.de

Konrad Fischer, Architekt

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9 Gedanken zu „Eine Fachmeinung zur Dämmung

  1. Es ist überhaupt nicht von Belang,ob der Häuslebesitzer seine kleine Bude voll in Plaste verpackt und seine Penunze mangels Mathekenntnisse verbrät, Prozentual bringt es erst was fürs Klima,wenn die alten Stuckgebäude im Lande,die immerhin 65% des Gebäudebestandes ausmachen,auch plastiert werden.
    Damit kurbeln wir die Bauwirtschaft an und ganz Deutschland sieht aus wie der
    sozialdemokratische Teil unserer verflossenen DDR.
    In ca. 30Jahren ist das dann alles versifft und wird durch vom Ansehen identischen Plattenbauten ersetzt.
    Da kommen Heimatgefühle auf!

  2. Hier ist die KiEZBLATT-Web-Redaktion:

    Tja – nun wollen wir es mal näher betrachten – das Thema mit der Dämmung und haben folgende Mail verschickt …

    Sehr geehrte Damen und Herren …

    DÄMMUNG
    ein „kleiner“ Architekt, Herr Fischer > gegen das Volkes-Wohl-Gefühl?
    Gegen die Logik der Ökonomie und Ökologie?
    Herr Fischer > Galileo oder Don Quijote?

    Otto-NormalVerbraucherWähler > „Ich weiß nicht worum es geht?“
    Es ist kalt – Schnee und Frost, mir ist kalt ~ brrrrrr ~ schnell warm anziehen ~ aah ~ schon besser! Das machen wir auch mit unserem Haus ~ dicke Plaste-Schicht rauf uuund ~ aaah ~ super warm und viele €´s kann ich nun sparen! Ist doch cool!
    Was will denn der Herr Fischer?

    Also – wozu ist ´ne Zeitung da? Na, um zu fragen!
    Für ihre Tausenden von Leserinnen & Leser Fragen zu stellen, an die, die es wissen müssen.

    Wir fragen unseren Stadtrat für Stadtentwicklung-Umwelt-Ordnung und Gewerbe, Herrn Lambert

    und einige, für die die DÄMMUNG wohl auch ein wichtiges Thema sein muss, wie:
    gsw.de – gewobag.de – meinestadt.de – degewo.de – gesobau.de – conecta.de – wohnungsgenossenschaft.de – bmgev.de – vermieterschutzverein-deutschland.de – bikiniberlin.de – vermieterexperte.de – haus-und-grund-berlin.de – abakus-immobilien.de – albatrosggmbh.de – arag.de – reinickeshof.de – stadtentwicklung.berlin.de – wbm.de – wbg-friedrichshain-eg.de – berlinovo.de.

    Was ist dran an den Aussgagen vom Architekten Konrad Fischer?
    – siehe KiEZBLATT.de/eine-fachmeinung-zur-daemmung.

    Auf ihre Anworten sind wir gespannt! Wir werden berichten und diese hier auf KiEZBLATT.de veröffentlichen.

    Frohe Weihnachten wünscht die KiEZBLATT-Web-Redaktion
    und

    Marina Otto
    Geschäftsführende Gesellschafterin der Marketingfirma
    Awido Enterprises Ltd.

    Medien – KiEZBLATT (Print) & KiEZBLATT.de
    Netzwerk – DasTUN.de
    Tel.: 030 97 880 110 – Fax: 030 97 880 109

    Niederlassung Deutschland:
    Awido Enterprises Limited
    Senftenberger Ring 80 / Otto

  3. Über so viel Unsinn kann ein Fachmann nur lachen.

    Bessere Dämmung verringert die Wärmeverluste. Wieviel Heizenergie gebraucht wird, hängt auch vom Nutzerverhalten ab. Die Dämmung führt dazu das Mieter mehr Räume höher heizen („das Haus ist ja gedämmt“), so daß die die Heizenergieverringerung durch das Nutzerverhalten teilweise kompensiert wird.

    Die Dämmung der Fassaden ist nötig und daß die Dämmung das erwartete Verhalten zeigt, hat der kontrollierte Versuch des Freundes von Konrad Fischer (Paul Bossert) bei der schweizerischen Materialprüfungsanstalt – EMPA) gezeigt.

    Kein Mensch verbietet eine noch bessere Dämmung (z.B. Klinkervorsatzschale) um die Nachteile der preiswerten Dämmung zu vermeiden). Nicht jeder hat so viel Geld wie Konrad Fischer.

    Durch die Dämmung verringert sich der Wärmeverlust, der unabhängig vom Nutzerverhalten durch den HT-Wert angegeben wird. Ich habe an zwei Gebäuden den HT-Wert durch Auswertung des täglichen Heizenergieverbrauchs bezüglich des Wetters überprüft und eine Übereinstimmung von Rechnung und Messung von 10% gefunden.

    Das das ein höherer CO2-Wert höhere Oberflächentemperaturen verursacht hat qualitativ schon Fourier 1824 festgestellt und quantitativ Karl Schwarzschild 1906 und Ernest Gold 1908 festgestellt.

    MfG

    1. Ich glaube Konrad Fischer wird durch sein eigenes Verhalten seine Aussagen Lügen strafen. Er hat sicher für den Wintermantel für den Winter und eine Bettdecke für die Nacht. Beide Dämmungen dienen dazu die Energiebagabe des Menschen zu verringern.

      MfG

  4. @Mike:

    Ihr EInwand ist ja sehr amüsant. Hier galt auch lange die Mehrheitsmeinung bezüglich richtig oder falsch von Fachleuten, die sich einig waren: Plattentektonik. Alfred Wegener stand am Anfang ziemlich alleine da und wurde ausgelacht. Die obszöne Idee, dass die Erde keine Scheibe sei. Dass die Erde im Mittelpunkt des Universums steht. Dass Zugfahren wegen der hohen Geschwindigkeit gesundheitsgefährdend sei. Und so weiter. Die Geschichte ist voll davon.

  5. Also – in meiner Gegend wird auch viel „gedämmt“ – sollen so viele kompetente Fachleute alle falsch liegen? Wohl kaum! Mehr wohl der Herr Fischer. Mit seinen „gezielten“ Bildern …. bange machen“ gilt nicht!!
    Und simon worüber willst du da noch nachdenken?
    Mike

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