Mülleimer

Solar-Mülleimer mit integrierter Müllpresse für Reinickendorf!

600 Liter Abfall in einem Mülleimer, der selbst nur ein Volumen von 120 Litern hat? Das klingt erst einmal wenig logisch. Ist es aber – und könnte das vielerorts vorhandene Problem mit der zunehmenden Vermüllung in Berlin nachhaltig beenden.In einem Antrag im Rathaus Reinickendorf fordert der Bezirksverordnete Felix Schönebeck das Bezirksamt dazu auf, „im Rahmen eines Pilotprojektes selbstverpressende Solar-Mülleimer mit integrierter Müllpresse an stark frequentierten Orten im Bezirk zu installieren“. Der Antrag wird in der Sitzung am 14. September 2022 auf der Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung von Reinickendorf stehen.

„Die Solar-Mülleimer können mit einer integrierten Müllpresse die vielfache Menge an Abfall gegenüber herkömmlichen Behältern aufnehmen. An Orten mit hoher Frequenz und entsprechend großem Müllaufkommen kann so vermieden werden, dass die Mülleimer schnell überfüllt sind und es zu einer stärkeren Vermüllung der Umgebung kommt. Der Füllstand wird fortlaufend registriert und an den Entsorger übermittelt. Die Mitarbeiter des Bezirksamtes müssten die Mülleimer also seltener entleeren und könnten sich anderen Aufgaben zuwenden. Die smarten Solar-Mülleimer könnten so ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung des größer werdenden Müllproblems sein“, erklärt Schönebeck.

Die speziellen Abfallbehälter haben laut Herstellerangaben eine Verdichtungskraft von 600 Kilogramm. Dadurch kann – unabhängig von der Art des Abfalls – ein Verdichtungsgrad von einem Fünftel bis zu einem Siebtel der ursprünglichen Größe erreicht werden. „Heißt im Klartext: der Solar-Mülleimer kann die fünf- bis siebenfache Menge Müll gegenüber üblichen Abfallbehältern aufnehmen“, so Schönebeck. Dafür wird ausschließlich die Energie von der integrierten Solarzelle genutzt, sodass keine weiteren Betriebskosten entstehen. Die gespeicherte Energie von einer Stunde Sonnenlicht reicht nach Herstellerangaben für zwei Wochen Betriebsdauer aus. Darüber hinaus können die Solar-Mülleimer über eingebaute Sensoren die Zahl der Einwürfe und den Füllstand des Behälters registrieren. Die Daten werden an den Aufsteller übermittelt, der die Leerung entsprechend planen kann. Dadurch ließen sich Personalkapazitäten einsparen, die an andere Stelle benötigt werden.

Geht es nach Schönebeck soll das Pilotprojekt nach einem Jahr durch das Bezirksamt evaluiert werden. Auf Grundlage der Evaluation soll dann entschieden werden, ob aus dem Pilotprojekt eine langfristige Lösung für den Bezirk entstehen kann.

PMM


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.