Der Mai ist gekommen …

Liebe KiEZBLATT-Leserin ~ lieber KiEZBLATT-Leser, ein Monat, von dem viele behaupten, er sei der schönste im Jahr ~ nun, aber gewiss der aufregendste.

Wenn aber, wie zur Zeit, viel Stress – Verzweiflung – Angst – Mutlosigkeit
usw. herrscht, dann therapieren wir gemeinsam mit einem allerwelts Heilmittel, mit SiNGEN. Was liegt dazu im Mai in, auf der Kehle? Eine Stimmungslage aus dem 19. Jahrhundert. Wann? Wie oft? Singen wir doch einfach auf unserem sonntäglichen Spaziergang, nach dem Mittagessen, das hilft schon – wetten!?

LOS GEHT´s –

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt‘.
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschier;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probier.

Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all-
mein Herz ist wie‚ ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

Und abends im Städtchen, da kehr‘ ich durstig ein.
Herr Wirt, mein Wirt, eine Kanne blanken Wein.
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das singe ich dazu.

Und find ich keine Herberg‘, so lieg‘ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde, die Linde, sie rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh‘ das Morgenrot mich wach.

Oh Wandern, oh wandern, du freie Burschenlust.
Da wehet Gottes Odem so frisch in jeder Brust,
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt,
wie bist du so schön, oh du weite, weite Welt!

Dazu schreibt Wikipedia: „Emanuel Geibel schuf 1841 das Frühlingsgedicht „Der Mai ist gekommen“, das 1842 von Justus Wilhelm Lyra nach einer alten Volksweise vertont wurde. Populär als Frühlings- und Wanderlied wurde es schon bald nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1843.“


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