Keine Mauer-Nostalgie zum …

… 60. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer!

Niemand will die Berliner Mauer zurück! Und doch gab es auch auf West-Berliner Seite „Nutznießer“ des Mauerbaus.


Viele Verbindungsstraßen wurden durch die Mauer blockiert. Das führte zu einer gewaltsamen und drastischen „Verkehrsberuhigung“ an der innerdeutschen Grenze, zu Sackgassen, die für einige im Schatten der Berliner Mauer nach einer gewissen Zeit auch ihre angenehmen Seiten hatten.

Lübars lag in einer Sackgasse, die B 96 war eine Sackgasse, viele Frohnauer Straßen endeten an der Mauer und damit in einer Sackgasse. Die Verkehrsbelastung ging in diesen Sackgassen gegen Null. –

Nach dem Fall der Mauer wurde plötzlich alles wieder anders. Die vorher blockierten Verbindungsstraßen wurden wieder geöffnet. Der Durchgangsverkehr erwachte aus dem Dornröschenschlaf und wurde durch das Wachstum Berlins an den Stadträndern nicht weniger.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass eine Bürgerinitiative aus der Schildower Straße in Berlin-Hermsdorf schon seit über 25 Jahre, seit der Mitte der 90er Jahre, mit wechselnden und oft fadenscheinigen Begründungen für ihre nach Glienicke und Schildow führende Verbindungsstraße wieder eine Sackgassen-Situation herstellen möchte.

Das ist der aber falsche Weg. Man kann das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen.

Die „Initiative Offene Nachbarschaft“ begrüßt anlässlich des 60. Jahrestages des Mauerbaus die Betonung der Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg durch Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin) und Dietmar Woidke (Ministerpräsident des Landes Brandenburg) in einer gemeinsamen Erklärung: „Es bleibt noch viel zu tun, um die Teilung wirklich zu überwinden.“ „Berlin
und Brandenburg als deutsche Hauptstadtregion sind heute so eng wie noch nie miteinander verwoben, wir profitieren voneinander und wir brauchen einander.“ Wir brauchen einander insbesondere bei der gemeinsamen Verkehrsplanung, für die abgestimmte Gestaltung der Mobilität der Zukunft. Grundfalsch und rückwärtsgewandt sind in diesem Zusammenhang Forderungen nach einseitigen und unabgesprochenen Straßensperrungen zwischen Berlin und Brandenburg.

„Was wir am dringendsten brauchen, sind nicht neue Mauern in den Köpfen sondern Mut und Zuversicht“ für die zukunftsorientierte gemeinsame Gestaltung der Hauptstadtregion.

Kontakt / Foto: Initiative Offene Nachbarschaft
Dr. Helmut Bodensiek, Solquellstr. 27, 13467 Berlin
Tel.: 030 404 48 15
www.offene-nachbarschaft.de
PMM


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