Forstweg

Zugeparkter Forstweg „Im Saatwinkel“ sorgt weiter für Verdruss und Ärger bei betroffenen Anwohnern.

Lichtblick:
Senat prüft Anbindung der Bushaltestelle „Maienwerderweg“ an die Linie X33

Für die Anwohner des Forstweges „Im Saatwinkel“ in Tegel sind die Sommermonate eine große Belastung. Obwohl auf sogenannten Forstwegen das Befahren nur für Anwohner erlaubt sowie das Parken grundsätzlich nicht gestattet ist, herrscht hier an warmen Tagen das Chaos: Gäste der nahe gelegenen Badestelle Saatwinkel nehmen es mit der Straßenverkehrsordnung nicht immer ganz genau: Der Forstweg wird wild zugeparkt, Anwohner haben Schwierigkeiten auf oder von ihren Grundstücken zu kommen. Rettungsfahrzeuge haben im Notfall dann Schwierigkeiten, durch das Spalier an parkenden Autos zu kommen. Das kann Menschenleben gefährden.

Der Reinickendorfer Abgeordnete Stephan Schmidt hat zu diesem Thema eine Anfrage an den Berliner Senat gestellt (Drucksache 19/12507). Das Ergebnis ist ernüchternd. Zwar ist, wie eingangs erwähnt, „Im Saatwinkel“ ein Forstweg und das Befahren nur Anwohnern gestattet, jedoch ist trotz der bekannten Problematik eine sinnvolle Lösung nicht in Sicht, da die Zuständigkeiten vom Senat ans Bezirksamt Reinickendorf und von dort an die Berliner Forsten weitergeschoben werden. Man könne ja Halteverbotsschilder aufstellen und die Durchfahrt verbieten, dafür müsste der Weg jedoch in öffentliches Straßenland umgewidmet werden, was wiederum in der Zuständigkeit des Bezirksamtes liegt.

Auch können Ordnungsamt und Polizei die Einhaltung der Regeln mangels Personal und Kapazitäten nicht intensiver kontrollieren. Eine Beschrankung des Weges wäre aus Vandalismusgründen in der Vergangenheit nicht durchsetzbar. So werden sämtliche Lösungsansätze im Keim erstickt.

Die Krönung des Themas ist der, dem Senat und Bezirksamt bekannte, desolate Zustand des Wegbelages. Dieser besteht aus sogenanntem „wassergebundenem Naturschotter“, welcher bei hochfrequenter Nutzung sehr wartungsintensiv ist. Auf Nachfrage, ob der jetzige Belag nicht gegen einen etwas robusteren Belag getauscht werden könne, war die Antwort, dass dies zum einen nur durch eine Umwidmung der Straße in Angriff genommen werden könne als auch, dass die Berliner Forsten nicht über ein entsprechendes Budget verfügen. Somit muss also das vorhandene Geld weiterhin in teure Instandsetzungsmaßnahmen gesteckt werden, anstatt das Problem von der Ursache anzugehen.

„Dass die Anwohner hier mit ihren Anliegen von den zuständigen Stellen dermaßen allein gelassen und nicht ernstgenommen werden, ist für mich nicht hinnehmbar“, ärgert sich Stephan Schmidt. „Ich bin mir sicher, man könnte eine Lösung finden, wenn die zuständigen Behörden ein offenes Ohr für die Probleme der Betroffenen hätten und sich einmal zusammensetzen würden“, ist er sich sicher.

„Ich werde weiterhin an der Thematik dranbleiben und mich für die Anwohner einsetzen. Nur so kann schnellstmöglich eine für alle Seiten sinnvolle Lösung erreicht werden.“

Der Abgeordnete begrüßt die Absicht des Senats als ÖPNV-Aufgabenträger, die Anbindung der Bushaltestelle Maienwerderweg an die Express-Buslinie X33 in den Sommermonaten zu prüfen. Bisher wird diese Haltestelle der Linie 133 nur „operativ“ von Bussen der Express-Linie X33 bedient, also in Ausnahmefällen. „Viele Badegäste sind von diesem Zufalls-Fahrplan vielleicht nicht überzeugt und nutzen dann die öffentlichen Verkehrsmittel nicht. Eine feste Anbindung der Haltestelle in den Sommermonaten bietet mehr Verlässlichkeit und Attraktivität und kann mit dazu beitragen, dass sich die Situation vor Ort verbessert“, hofft Stephan Schmidt.

PMM


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