Moratorium für die Initiative Ollenhauerstraße

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Folgenden übersenden wir Ihnen eine Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Reinickendorf zur Pressekonferenz der Initiative Ollenhauerstraße.

– Schutz der Bäume muss Priorität haben

Im Januar fand im Ribbeck-Haus eine Pressekonferenz zur geplanten Umgestaltung der Ollenhauerstraße statt, zu der Initiator Thomas Rost eingeladen hatte. Auch Andreas Rietz von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Reinickendorf und Mitglied im Mobilitätsausschuss nahm an der Veranstaltung teil und machte die Position der Grünen deutlich: Die geplanten Baumfällungen dürfen so nicht umgesetzt werden.

Die Grünen Reinickendorf fordern in einem Antrag ein sofortiges Moratorium für alle vorbereitenden Maßnahmen, die zu einer Fällung der bis zu 116 Straßenbäume führen könnten. Ziel ist es, Zeit für eine transparente Neubewertung der Planungen zu gewinnen, die sowohl den Klimaschutz als auch die Interessen der Anwohner*innen ernsthaft berücksichtigt.

„Die Ollenhauerstraße ist eine zentrale Verbindungsstraße im Bezirk, für deren Funktion und Aufenthaltsqualität das Stadtgrün von entscheidender Bedeutung ist. In Zeiten der Klimakrise können wir es uns nicht leisten, gesunde, gewachsene Bäume für einen überdimensionierten Straßenneubau zu opfern“, erklärt Andreas Rietz. „Ein Moratorium wäre ein starkes Signal für klimaangepasste Stadtentwicklung. Bei Erhalt der Bäume würde die Verkehrssicherheit sogar erhöht: Durchgängige Radstreifen sorgen für mehr Sicherheit für Radfahrende, während Fußgänger*innen mehr Platz erhalten.“

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte sich bereits im mitberatenden Ausschuss für Ordnung, Umwelt, Grünflächen und Natur für ein solches Moratorium eingesetzt. Trotz breiter Kritik aus der Zivilgesellschaft wurde der entsprechende Antrag dort jedoch am 21. Januar 2026 mit den Stimmen der CDU abgelehnt. Die Grünen zeigen sich enttäuscht über diese Entscheidung, halten aber an ihrem Ziel fest, die Baumfällungen zu verhindern.

„Dass der Grünausschuss ein Moratorium abgelehnt hat, ist ein Rückschlag, aber kein Schlusspunkt“, so Rietz weiter. „Wir warten auf die Beratung im Mobilitätsausschuss und in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Weiterhin prüfen wir alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten, um die Bäume zu schützen.“

Eine dieser Möglichkeiten sehen die Grünen im aktuellen Berliner Klimaanpassungsgesetz (Baumentscheid). Sollten die Voraussetzungen für die Fällungen nicht eindeutig erfüllt sein, werden die Grünen Reinickendorf darauf drängen, dass dieses Instrument konsequent angewendet wird.

Die Fraktion begrüßt das Engagement der Anwohner*innen sowie der Umwelt- und Verkehrsverbände, die sich seit Wochen gegen den Kahlschlag in der Ollenhauerstraße einsetzen, darunter die Bürgerinitiative Ollenhauer Straße, Changing Cities, ADFC Reinickendorf, BUND Berlin und BaumEntscheid e.V. „Dieses breite zivilgesellschaftliche Bündnis zeigt: Die Menschen im Bezirk wollen keinen Luxus-Straßenneubau auf Kosten von Klima, Stadtgrün und Aufenthaltsqualität“, so Rietz.

Mit freundlichen Grüßen
Hilke Kracke

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bündnis 90/ Die Grünen – BVV-Fraktion Reinickendorf
Fraktionsbüro l Raum 16/18 – Eichborndamm 215 – 13437 Berlin


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