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Lieber Herr Otto,
am liebsten würden wir die Nachrichten aus den USA gar nicht mehr anschauen.
Wenn es ein Film wäre, würden wir das Drehbuch von so einem Staatsstreich für unrealistisch halten – aber das passiert dort wirklich. Anders als bei einem Film können wir nicht wegschauen. Denn die Allianz aus Milliardären, Big-Tech-Konzernen und einer mafiösen US-Regierung ist auch für uns brandgefährlich!

Die meisten Firmen und Behörden in Deutschland nutzen immer noch Microsoft, Google, Amazon und viele andere digitale Dienste aus den USA. Damit setzen sie sich zum einen der Überwachung der US-Geheimdienste aus. Zum anderen riskieren sie, dass ihre technische Abhängigkeit knallhart als politisches Druckmittel ausgenutzt wird. („Wäre doch schade, wenn Ihr Microsoft-Server ausfallen oder Ihren Daten in der Amazon-Cloud etwas zustoßen würde, oder?“) Das bedroht unseren Lebensnerv.

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Aber wir können das Blatt wenden. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat reagiert: Nachdem die US-Regierung Druck ausgeübt und den E-Mail-Zugang des Chefanklägers gesperrt hatte, trennte sich das Gericht von Microsoft Office – und arbeitet nun mit OpenDesk, einer freien Office-Lösung aus Deutschland. Ein starkes Signal!

Wir brauchen digitale Souveränität – jetzt.

Ende Oktober war ich als Sachverständige im NRW-Landtag. Mein Kollege Jonas Grill und ich zeigten, was zu tun ist: Freie Alternativen gibt es längst. Schleswig-Holstein macht es vor – freie Software rein, offene Standards rein, Daten in eigener Hand. Es geht nicht nur um Technik – es geht um Freiheit, Selbstbestimmung, Demokratie. Das sollte in der aktuellen Situation auch der letzte Politiker begreifen.

Seit fast 40 Jahren warnen wir von Digitalcourage vor dieser Entwicklung.

Doch während wir für Unabhängigkeit kämpfen, schafft die Politik neue Abhängigkeiten: Die Bundesregierung feiert Google für neue Rechenzentren in Deutschland. Mehr Digitalzwang überall – in Brüssel werden im Rahmen der Omnibuspakete Schutzrechte aufgeweicht, unsere Daten der KI-Nutzung von Konzernen ausgeliefert. Die Chatkontrolle ist nicht komplett vom Tisch, die Vorratsdatenspeicherung soll zurückkehren.

Gemeinsam können wir verhindern, dass Freiheit und Grundrechte scheibchenweise verschwinden. Dafür brauchen wir Rückhalt: Bis Ende des Jahres wollen wir 5.000 Mitglieder erreichen. Denn Mitglieder geben uns ein Mandat und verleihen damit unseren Anliegen mehr Gewicht. Und sie helfen uns, unabhängig zu arbeiten.

Mit entschlossenem Gruß
Rena Tangens

PS: Wann, wenn nicht jetzt? Machen Sie uns stark – werden Sie Digitalcourage-Fördermitglied!
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Wow.

Unser Ziel waren 5.000 Mitglieder bis Jahresende. Jetzt sieht es so aus, als würden wir diese Marke schon in den nächsten Tagen knacken. Wir sind überwältigt von den vielen neuen Mitgliedsanträgen – das ist großartig!

Und es geht noch mehr: 200 zusätzliche Mitglieder würden uns ermöglichen, eine weitere inhaltliche Stelle bei Digitalcourage zu schaffen. Mehr Zeit, mehr Wirkung, mehr digitale Unabhängigkeit.

Jetzt ist der Moment Mitglied werden. Weitersagen. Gemeinsam mehr bewegen.

Herzliche Grüße aus Bielefeld
Rena Tangens und das ganze Team von ▶︎Digitalcourage


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