Tegel-Center, Markthalle und . und . und …

Im November antwortete das Reinickendorfer Bezirksamt auf Fragen zum Thema: Tegel-Center wie folgt (Red:wörtliche Zitate):
… wann werden die BVV und wann werden die Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürger endlich offiziell über die Umbaupläne für das Tegel-Center von Herrn Huth informiert, nachdem dies ja bereits bis ende August angekündigt worden war …

Dem Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht liegt seit dem 31.08.16 ein bislang noch unvollständiger und daher nur in Teilen prüffähiger Bauantrag für das Tegel-Center in der Gorkistraße vor. Gegenwärtig finden mit den zuständigen Fachämtern umfangreiche Gespräche über die geplanten Maßnahmen statt, so dass es noch nicht zu Veränderungen in der Planung kommen kann. Wohl nicht zuletzt auch aus diesem Grund hat sich der Eigentümer des Tegel-Centers gegenüber dem Bezirksamt noch nicht erklärt wann er beabsichtigt die Umbaupläne für das Tegel-Centers den Bürgerinenn und Bürgern vorzustellen. Meine Abteilung (Red: Stadtentwicklung) beabsichtigt den aktuell bekannten Planungsstand in der nächsten Ausschusssitzung – egal wie der Ausschuss auch heißt – vorzustellen.

Die CDU und die SPD haben ja sehr viele Unterschriften gesammelt es gibt ja auch sehr viele Meinungsäußerungen für den Erhalt der Markthalle sowohl in sozialen Medien, auf der Straße, überall haben wir es mitbekommen – wieso tritt das Bezirksamt da nicht bischen selbstbewusster auf und fordert einfach die Transparenz von diesem Investor?

Na ja, es geht ja darum, dass man erstmal Planung haben muss und dass man über diese Planung sprechen muss. Dass das Bezirksamt gegenüber dem Investor mehrfach deutlich gemacht hat, dass die Markthalle als einen Punkt im Bereich Tegel, der zu erhalten ist, davon können sie ausgehen und die bisherigen Planungen sehen auch vor, dass der Investor diesem Ansinnen Rechnung trägt.

In welcher Form und wie unterstützt das Bezirksamt die Mieterinnen und Mieter der Markthalle in ihren Verhandlungen mit dem Investor hinsichtlich der bevorstehenden Umzüge?

Dazu müssen wir wissen, wie der Stand der Vermietungen ist, das ist noch nicht in allen Einzelheiten bekannt, weil es ja erst mal Gespräche zwischen dem neuen Eigentümer und den Mietern gibt und dann wird das Bezirksamt im Rahmen seiner Möglichkeiten auch sich in diese Gespräche einschalten.

… Sie haben ja erwähnt, dass der Bauantrag unvollständig ist – können Sie hier in der Öffentlichkeit sagen was fehlt oder unterliegt das noch dem Geheimniss?

Ich kann es im Detail nicht sagen – es gibt Abstimmungsprobleme mit dem gesamten Thema Brandschutz, wo es hakt – es gibt einige verkehrliche Fragen die nicht geklärt sind – es gibt Fragen was die Anzahl der Parkplätze angeht sowohl für Autos als auch für Fahrräder, also 3 Punkte, die mir bekannt sind – darüber hinaus gibt es noch Abstimmungsprobleme was die Brücke angeht, in welcher Höhe sie über die Gorkistraße geht – also da sind noch viele Tücken im Detail.

Die Betreiber der Markthalle, die gehen ja ab Januar eigentlich alle schon aus der Halle raus, würde das bedeuten, die müssen ab Januar schon draußen sein obwohl man noch gar nicht weiß, welche Veränderungen dort überhaupt stattfinden?

Ich kann Ihre Feststellung, dass die Markthallenhändler zum 01.01.17 schon rausgehen nicht bestätigen.

Welche Bau- und Umbaumaßnahmen sind in Bezug auf das Tegel-Center geplant bzw. dem Bezirksamt bekannt?

Wie ich schon ausgeführt habe, liegt dem Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht ein Bauantrag vor vom 31.08.16 unvollständig und nicht in allen Bereichen prüffähig  – ein weiterer Bauantrag für die Zweischennutzung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses an der Kreuzung Berliner Str/Ecke Gorkistraße liegt ebenfalls mit Datum vom 27.09.16 vor und nach unserem heutigen Kenntnisstand sind folgende Maßnahmen aufgeteilt nach Gebäudeteilen bekannt – ich sage es jetzt mal stichpunktartig – im Ausschuss gern mehr:

~ Entkernung des Nordtraktes – bisher Markthalle/Möbelhaus Anderle
~ Abbruch Parkhaus – Nordbereich Bernstorffstraße
~ Abbruch Südtrakt – mit Passage
~ Einrichtung eines KarstadtWarenhauses im Bereich der
bisherigen Markthalle/Möbelhaus Anderle
~ Einrichtung Lebensmitteleinzelhändler im Erdgeschoss und
Untergeschoss – des ehemaligen Parkhauses Nord
~ Errichtung eines neuen Südtraktes mit Markthalle im Erdgeschoss
und weiteren Einzelhändlern – zwischen Gorki und Grußdorfstr.
– also die Passage, die erneuert wird
~ Umbau des ehemaligen Hertie-Kaufhauses für Einzelhändler
~ Errichtung von Wohnungen oberhalb des ehemaligen
Hertie-Kaufhauses entlang der Gorkistraße
~ Errichtung neuer Parkdecks im Bereich der Neubauten als Ausgleich
entfallener Stellplätze sowohl im Süd- also auch im Nordteil
~ Neugestaltung Fassade Hochhaus
~ Zwischennutzung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses –
dort ist eine Zwischennutzung für einen Zeitraum
von 1,5 bis 2 Jahren vorgesehen –
eine Markthalle im Erdgeschoss –
weitere Einzelhändler im Erdgeschoss entlang der Gorkistraße und –
das Möbelhaus Anderle Untergeschoss und im 1.OG.

Das ist das, was grob jetzt als Planung dem Bezirksamt bekannt ist – wie gesagt ob das alles sich so schnell und wann realisieren lässt, kann ich nicht sagen, weil dort noch viele Einzelabstimmungen stattfinden müssen.

Sie stehen ja garantiert … mit dem Investor in ständiger Verbindung … und wenn ich auf die Homepage von der Vermietungsgesellschaft gehe, gehen die von einer Eröffnung 2018 aus – wenn ich jetzt höre Zwischennutzung und alles noch ungeklärt … wie sehen Sie denn, dass diese realistische Zahl von 2018 überhaupt einzuhalten ist?

… ich will mich an den Spekulationen nicht beteiligen, ich kann mir vorstellen, dass irgend etwas auch 2018 schon fertig ist – insgesamt wird die Baumaßnahme sicherlich 2018 in voller Breite nicht abgeschlossen sein – das kann ich mir nicht vorstellen – da gibts schon ein paar kleine Verzögerungen – aber ende 2018 – wären ja noch 2 Jahre – da bauen andere Städte ja ganze Flughäfen.

… haben Sie eine Einschätzung welche Belastung das für das Gebiet um den engeren Baukern herum bedeuten wird – zur Einrichtung dieser riesigen Baustelle?

Das sind jetzt auch noch Abstimmungsfragen die stattfinden – wenn das alles abgebrochen wird dann muss ja vieles auch über die Gorkistraße abgefahren werden. Das wird sicherlich eine logistische Herausforderung und da ist man in Abstimmung und da ist man überhaupt noch nicht so weit – wir werden sehr genau darauf achten wenn ein Abbruch des Parkhauses erfolgt, wie das Hochhaus davon tangiert ist – das ist nämlich von uns angemietet und die Abteilung von Frau Schultze-Berndt arbeitet dort und es muss auch gewährleistet werden, dass sie weiter arbeiten kann – da sind Fragen zu stellen – wie laut ist es – welche Schadstoffbelastungen, Staubentwicklungen oder ähnliches gibt es – da sind Senatsbehörden zu beteiligen, die das überprüfen müssen – es sind Lärmschutzfragen zu klären und diese Fragen sind alle noch nicht geklärt. Deshalb wird der Abriss des Parkhauses noch nicht so schnell beginnen wie es ursprünglich geplant war.

Quelle BVV-Reinickendorf wie folgt –
http://www.berlin.de/ba-reinickendorf/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/bvv-audioprotokolle/2016/artikel.538501.php
TOP 5.9 0022_XX Mündliche Anfrage für die 2. Sitzung der BVV am 09.11.2016
TOP 5.10 0018_XX Mündliche Anfrage für die 2. Sitzung der BVV am 09.11.2016

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