Schönheitskur für die “Schneckenbrücke” gefordert

SchneckenbrückeFast 100 Jahre werden die beiden Reinickendorfer Ortsteile Borsigwalde und Tegel durch eine Brücke verbunden. Zeitgleich mit dem Bau des Borsigturms als erstes Hochhaus Berlins, wurde schon 1924 eine Holzbrücke von den Borsigwerken über die Gleisanlagen nach Borsigwalde errichtet.      1983 wurde die heute existierende „Schneckenbrücke“ gebaut. Sie ist eine nützliche Verbindung zwischen Borsigwalde und U-Bahnhof, Polizeirevier, Bürgeramt, Borsighallen und dem Tegeler Ortskern. Leider lässt die Brücke ihre historische und aktuelle Bedeutung nicht mehr erkennen.

„Eine schlechte Bausubstanz, Graffiti, Müll und eine zu schwache Beleuchtung machen die Schneckenbrücke eher zu einem Schandfleck, als zu einem Aushängeschild für Tegel und Borsigwalde. Hier muss sich etwas ändern!“, schimpft Felix Schönebeck von der Initiative „I Love Tegel“. Auch der Abgeordneten für Tegel und Borsigwalde, Tim-Christopher Zeelen, ärgert sich darüber und hat seine Unterstützung erklärt: „Wir haben die klare Erwartung an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dass schnellstmöglich eine Grundinstandsetzung und eine optische Verschönerung der Brücke erfolgt. Auch gegen die Anhäufung von Müll und die mangelhafte Beleuchtung wollen wir etwas unternehmen.“

Die Brücke soll vor allem dauerhaft vor Graffiti-Schmierereien geschützt werden. Dies könnte durch ein entsprechendes legales Graffiti-Kunstprojekt, das die Geschichte der beiden Ortsteile aufgreift, dauerhaft gewährleistet werden. “Im Normalfall bleiben professionelle Graffiti-Kunstwerke von illegalen Schmierfinken verschont. Ein einfacher Graffitischutz ist in der Regel nicht ausreichend”, erklärt Schönebeck. Eine entsprechende Anfrage bei der zuständigen Senatsverwaltung wird derzeit geprüft.

PM

kb131


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