NEU im KiEZBLATT

> „WELT-Infos für Reinickendorf“

Liebe KiEZBLATT Leserinnen & liebe KiEZBLATT Leser.
Vor einigen Wochen „klopfte“ Frau Steinitz bei uns an und berichtete von Ihrer Arbeit im Verein „Weltfriedensdienst e. V.“.
Vor gut einem Jahr ist der Verein nach Tegel gezogen und hat jetzt hier Am Borsigturm, seinen Sitz.

Nach Beendigung ihrer Ausführungen gab es in der folgenden Redaktionssitzung diesen Entschluss: „Hier werden wir uns mit einbringen und helfen!“

So wird Frau Steinitz im KiEZBLATT in den nächsten Ausgaben vom spannenden Wirken ihres Vereins berichten. Am Schluss ihres Beitrags folgt (leider nur eine kurze Darstellung) der Vereinsphilosophie – darum sehen Sie unbedingt auf die Seiten von wfd.de.
Bitte schreiben Sie uns, wie dieser Beitrag Ihnen gefallen hat – die Redaktion.

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Heute das Thema
„Mutter mit 15“
Miriam A. (15/Foto links) wird von einem etwas älteren Jungen umworben, lässt sich auf ihn ein, passt nicht auf und schon ist es geschehen: Sie ist schwanger.Bis dahin könnte diese Geschichte auch in Reinickendorf spielen.
Die Fortsetzung aber zeigt, dass Miriam in einem Land lebt, in dem es keinerlei Sozialsysteme gibt und wo Frauen und Mädchen keine Rechte haben.
Sie kommt aus einem Dorf in Malawi. Das grenzt im südlichen Afrika an Tansania, Mosambik und Sambia.
Der Vater von Miriams Kind machte sich auf und davon, als sie im dritten Monat war. Vor der Entbindung musste sie die Schule abbrechen. Dann bekam sie weder Unterhalt noch Kinder- oder Elterngeld und was sie nun, notgedrungen, bei Gelegenheitsarbeiten verdiente, reichte nicht mal, um Seife für ihr Kind zu kaufen.
Aber sie hatte Glück – denn immerhin wurde sie nicht verstoßen. Ihre Mutter teilte das Wenige, was sie hatte, jetzt auch mit dem neuen Familienmitglied. Aber eine Lösung war das nicht.

Wie sollte Miriam künftig für sich und ihr Kind sorgen?

Miriams Sohn war schon über ein Jahr alt, als ein Weltfriedensdienst-Team in ihr Dorf kam. Sie zeigten einen Film über ein Mädchen, das erzählt, wie es mit einer existenzbedrohenden Situation – sie ist HIV positiv, bekommt ein Baby und fürchtet, dass auch ihr Kind den Virus hat – fertig geworden ist.

Themen wie HIV, Kinderehe und Schulabbruch betreffen viele. In der anschließenden Diskussion ergriff auch Miriam das Wort. Dabei entstand die Idee, mit ihr einen authentischen Film zu drehen.

„Mutter mit 15“ erzählt nun Miriams Geschichte und begleitet sie auf ihrem Weg, bei ihrer Suche nach Unterstützung und ihrem Wunsch nach Veränderungen.

„Was können Sie für Mädchen wie mich tun?“ – so fragt Miriam ihren Dorfältesten. „Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder, die so wie du, ein Kind bekommen haben, wieder zur Schule gehen können“, war die Antwort. Als Miriam vor der Kamera nach der Meinung ihrer Mutter fragt, erfährt sie: „Ich würde alles dafür tun, damit Du wieder die Schule besuchst.
Nur mit Bildung hast Du eine Chance“.

„Ich möchte, dass junge Mädchen wissen: Was mir passiert ist, das muss ihnen nicht passieren!“, sagt Miriam am Ende des Films.

„Mutter mit 15“ wird seitdem in Schulen, Gesundheitszentren und Jugendclubs vorgeführt – als Kampagne gegen Kinderehen. In jeder freien Minute ist Miriam dabei und diskutiert anschließend mit den ZuschauerInnen.

Miriams Geschichte hat ein Happy- End: Sie bekommt als lokal stark ehrenamtlich Engagierte Saatgut, eine Ziege und Schulgeld und kann damit jetzt das Überleben ihrer Familie sichern.

Und auch für andere minderjährige Mütter hat sich etwas geändert: Der Dorfälteste hat Wort gehalten und eine neue Verordnung erlassen, die sicherstellt, dass sie wieder die Schule besuchen. Auch Dorfvorsteher der Nachbardörfer tun es ihm nun gleich.

So beschließt Miriam, wieder zur Schule zu gehen. Und sie entwickelt Verantwortung für sich und wird dadurch gleichzeitig Vorbild für ihre Schicksalsgefährtinnen.

So konnte sie bisher schon die Eltern von mehr als 100 Mädchen überzeugen, dass diese in ihren Dörfern wieder zur Schule gehen können!

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Warum ich Ihnen, liebe KiEZBLATT Leser/innen heute von Miriam berichtete?

Ganz einfach – ich möchte Sie teilhaben lassen an dem befriedigenden Gefühl, das man erlebt, wenn etwas „unter Dach und Fach“ gebracht werden konnte. Und ich möchte Sie einladen, sich mit uns zusammen für bessere Lebensumstände benachteiligter Bevölkerungsgruppen, z.B. in Malawi, erfolgreich einzusetzen, Mut und Zuversicht zu säen.

Der Weltfriedensdienst e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, deren Projekte auch von der Unterstützung durch Spenderinnen und Spender leben. Wir arbeiten in Afrika und Lateinamerika mit vor Ort bestehenden Organisationen zusammen, um für extrem benachteiligte Bevölkerungsgruppen Überleben zu sichern. Wir sind zur Zeit in 20 Ländern nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ tätig. Von den Regierungen ist meist keine Hilfe zu erwarten.

Indem wir vor Ort Menschen dabei stärken und unterstützen, dass sie selbst für gerechtere Verhältnisse sorgen, können wir ungeahnte Wirkungen erzielen!

Tragen auch Sie mit Ihrer Spende dazu bei, dass Tausende junge Menschen wie Miriam lernen, in Würde zu überleben und ihr eigenes Leben und das ihrer Gemeinschaft zu verändern.

Wir selbst sind stets immer wieder froh und stolz, wenn wir erfahren, wie wir das Leben vieler zum besseren verändern können!

Das könnte Ihnen, liebe KiEZBLATT Leser/innen, auch so gehen!

Versuchen Sie es z. B. doch einfach mal mit einer Spende für die Umsetzung einer Vorführung von „Mutter mit 15“ in einer Schule in Malawi. Werden Sie Voll- oder Teil-Finanzier dieser GUTEN TAT! Eine Vorführung wird mit ca. 150,- € veranschlagt. Bei Fragen rufen Sie mich einfach unter 030 253 990 22 an oder kommen Sie doch gern mal vorbei!

Ihre – Katrin Steinitz
Zuständig für Spenderkommunikation beim Weltfriedensdienst e.V.
Am Borsigturm 9, 13507 Berlin-Tegel
www.Weltfriedensdienst.de
SPENDENKONTO – IBAN: DE 06 1002 0500 0003 1475 05
KW „Mutter mit 15“


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