KiEZBLATTFrageBVV 083 – „Hund“

Immer wieder erreichen uns Fragen zum Thema Hund und sein „Häufchen“. Eine KiEZBLATT-Leserin möchte wissen – „Wird es auf Grund der Thematik nicht langsam Zeit die Hundesteuer für die „Entschärfung“ der Diskussionen umzuwidmen und sie dort einzusetzen wo sie herkommt?
Eine Seniorin sagt – ihr Hund gehört zu ihrem Lebensinhalt – aber bücken und aufheben bekommt sie nun leider nicht mehr hin – und das evtl. gar noch 3 x am Tag (Sie ist nicht schwerbehindert). Was empfehlen Sie ihr?

ANTWORT > CDU-Fraktion
Wir wünschen der Seniorin zunächst alles Gute für ihre Gesundheit und weiterhin viel Freude mit ihrem Hund! Um das Entfernen von Hundekot zu erleichtern, gibt es mittlerweile eine große Auswahl an technischen Hilfsmitteln. Wir würden ihr empfehlen, diese zu nutzen. Darüber hinaus würden wir uns wünschen, dass Steuermittel stärker für die Belange der Hundehalter eingesetzt werden. Durch die „Dogstations“ wurde das Aufkommen von Hundekot in den Parks deutlich reduziert. Hundebesitzer konnten sich an den Terminals Hundekotbeutel kostenlos entnehmen und die gefüllten Beutel auch wieder in den angebauten Mülleimer entsorgen. Die „Dogstations“ waren Teil des Servicevertrags mit der Firma Wall, der durch den rot-rot-grünen Senat berlinweit gekündigt wurde. Seitdem nimmt das Aufkommen von Hundekot wieder zu. Daher sollte ein Ersatz für das bisher gut funktionierende System angeboten werden. Sinnvoll wäre hier eine Kooperation mit der Berliner Stadtreinigung (BSR). Mit einem Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf (BVV) setzen wir uns für ein entsprechendes Pilotprojekt ein.

ANTWORT > AfD-Fraktion

Die AfD-Fraktion setzt sich dafür ein, dass die Hundekotbeutelstationen im Bezirk wieder in Betrieb genommen werden, um genau für dieses Problem Abhilfe zu schaffen. Viele dieser sinnvollen Stationen befanden sich an Orten, die bequem für die Hundehalter in die täglichen Spaziergänge einbezogen werden konnten. Durch eine Fortsetzung dieses Projekts könnten Hundebesitzer erneut bequem an solchen Stationen ihre Kotbeutel entsorgen, um zur Sauberkeit Reinickendorfs beizutragen. Dabei legen wir Wert darauf, dass die Beutel recyclefähig sind, um keine „Plastikvermüllung“ zu erzeugen.
Auch wenn wir natürlich vollstes Verständnis für die Seniorin in dem beschriebenen Szenario haben, können wir keine altersbedingten Ausnahmen von der Pflicht zur Beseitigung von Hundekot gutheißen. Die Vielzahl von nicht entfernten Häufchen ist ein äußerst störendes Problem auf unseren Gehwegen und nicht zuletzt auch in den Parks und Grünflächen des Bezirks. Alle Hundehalter müssen dazu beitragen, diese Flächen sauber zu halten und sich an die gesetzlichen Regelungen zur Entfernung des Hundekots halten.
Wenn es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist, die Entsorgung selbst vorzunehmen, könnten ggf. Freunde oder Familienmitglieder beim Ausführen des Hundes behilflich sein oder, sofern dies keine Option ist, möglicherweise eine Katze anstelle des Hundes angeschafft werden, sofern man auch im hohen Alter nicht auf einen vierbeinigen Begleiter verzichten möchte.

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