KiEZBLATTFrageBVV 035 – „MütterRente“

„Erziehen Sie Ihr Kind gemeinsam, hat grundsätzlich die Mutter Anspruch auf die Kindererziehungszeit.“ Mütterrente für Väter ist im Zeitalter der Gleichberechtigung W/M noch immer ein Sonderfall – unvorstellbar .
Wie steht Ihre Fraktion zur Schaffung einer „ErziehungsRente“ in der das Geschlecht keine Rolle mehr spielt?Bereits heute gibt es eine Erziehungsrente, bei der Geschiedene eine Rente erhalten können, wenn sie ein Kind erziehen und ihr geschiedener Ehepartner stirbt. Diese Rente dient somit als Unterhaltsersatz und erlaubt es, sich verstärkt um die Erziehung der Kinder zu kümmern. Ansonsten hat sich die CDU/CSU erfolgreich dafür eingesetzt, dass die „Mütterrente“ eingeführt wurde.
Ab Juli 2014 wurde die Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Erziehung von vor 1992 geborenen Kindern von bisher einem Jahr um ein weiteres Jahr verlängert. Dabei erhielten diejenigen Kindererziehenden, die schon eine Rente bezogen, einen pauschalen Zuschlag, der betragsmäßig der Höhe der Rente aus einem Kindererziehungsjahr entspricht. Denjenigen, die vor 1992 geborene Kinder erzogen haben und noch nicht in Rente sind, wird für ihre spätere Rente ein weiteres Jahr Kindererziehungszeit angerechnet. Damit wurde eine Gerechtigkeitslücke bei der Altersvorsorge geschlossen. Mit der neuen CDU/CSU-geführten Bundesregierung wird die „Mütterrente“ ausgeweitet. Mütter, die vor 1992 drei oder mehr Kinder geboren haben, sollen auch das dritte Jahr Erziehungszeit angerechnet bekommen. Das soll auch für Väter gelten, die die Erziehungszeiten übernehmen.
Tobias Siesmayer (CDU-Fraktion)

Die LINKE. setzt sich in jeder Hinsicht für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Tatsache ist jedoch, dass die Erziehungsverantwortung in hohem Maße immer noch bei den Frauen liegt.
Rentenanspruch kann immer nur ein Elternteil in Anspruch nehmen, eben die Person, die das Kind überwiegend erzieht beziehungsweise erzogen hat. Erziehen Sie Ihr Kind gemeinsam, hat grundsätzlich die Mutter Anspruch auf die Kindererziehungszeit. Soll sie der Vater erhalten, benötigt die Rentenversicherung eine gemeinsame, übereinstimmende Erklärung.
Deniz Seyhun (Linksfraktion)


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