KiEZBLATTFrageBVV 015 – „Strandbad Tegel“

Wenn der See beginnt, das erste Eis zu bilden, ist sicherlich schon die richtige Zeit, um vehement um die Öffnung unseres Reinickendorfer Strandbades zu streiten. Wie will/wird Ihre Fraktion die Wochen bis zum Sommer dazu nutzen?

Die Linksfraktion hält nichts davon, den BürgerInnen Sand in die Augen zu streuen und scheut deshalb nicht davor zurück, auch unangenehme Einschätzungen weiterzugeben, um keine falschen Erwartungen zu nähren, die dann doch enttäuscht werden: Das Strandbad Tegel wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im nächsten Sommer leider nicht öffnen. Dies entspricht der unter dem alten Rot-Schwarzen Senat herbeigeführten Beschlusslage (Stichwort „letztmalige Ausnahmegenehmigung“).
Die Sanierungskosten für das Strandbad Tegel sind enorm hoch und die zwar unter der neuen Landesregierung erhöhten, aber immer noch knappen Landesmittel werden prioritär für die Sanierung der für den Schul- und Vereinssport benötigten Bäder Berlins (insbesondere Hallenbäder) benötigt. Es gibt leider trotz intensiver Bemühungen keinen privaten Investor, der bereit wäre, die enorm hohen Sanierungskosten für das Strandbad Tegel zu übernehmen und es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich dies ändert.
Felix Lederle (DIE LINKE Reinickendorf)

Wir haben gerade, zusammen mit den anderen Fraktionen in der BVV gefordert, dass der Senat dafür sorgen soll, dass Die Bäderbetriebe nicht vollendete Tatsachen schaffen, sprich das Strandbad abwickeln.
Nun haben wir aber aktuell vernommen, dass die Bäderbetriebe die BIM beauftragt hat, Investoren für das Gelände zu suchen, das heißt es ist zu befürchten, dass dort lukrativer Wohnungsbau hin soll, anstatt den Reinckendorfern die einzige Möglichkeit eines Freibades zu erhalten.
Wir werden weiter uns dafür engagieren, dass eine Investorin die Möglichkeit bekommt, dieses Gelände als Freibad zu erhalten, eine Erholungsgastronomie zu gestalten und insgesamt das Strandbad Tegel zu einem idealen Naherholungsfleckchen auszubauen.
Rolf Wiedenhaupt (AfD Reinickendorf)

Die SPD setzt sich seit Jahren auf Reinickendorfer Bezirksebene und
auf Landesebene für den Erhalt und für die Wiedereröffnung des Strandbades
Tegel für die Reinickendorfer Bevölkerung und darüber hinaus ein.
Wir verkennen aber nicht, dass wir mit unseren Reinickendorfer Interessen im
Berliner Gesamtmaßstab nicht alleine sind. Auch andere Bezirke haben
(möglicherweise nicht unberechtigte) finanzielle Wünsche. Daher setzt sich
die Reinickendorfer SPD dafür ein, dass innerhalb dieses Verteilungskampfes
Gelder frei gemacht werden können, um das Strandbad Tegel im nächsten Sommer wieder öffnen zu können. Dabei sind sowohl die Berliner Bäderbetriebe, als auch der Berliner Senat gefragt und wir werden uns weiterhin bemühen, Überzeugungsarbeit zu leisten.
Marco Käber (SPD Reinickendorf)

Die CDU-Fraktion Reinickendorf wird weiterhin für den Erhalt des Strandbad Tegels kämpfen und Investitionen in die Infrastruktur von rund 1,7 Millionen Euro durch den Senat fordern. Auch haben das Bezirksamt und wir bereits interessierte private Investoren vermittelt. Statt diese Investitionen selbst zu tätigen oder entsprechende Verhandlungen zu führen, wurden auf Anordnung der Senatsumweltverwaltung die Rohre verfüllt. Damit würden noch höhere Kosten bei einer Wiederinbetriebnahme des Strandbades entstehen, die potenzielle Investoren abschrecken könnte.
Tobias Siesmayer (CDU Reinickendorf)

Eventuell noch folgernde Antworten lesen Sie dann bitte nach Eingang hier:  – Grüne – FDP


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