IHK – Wirtschaft & Corona

Sehr geehrte Frau Otto,
die Berliner Wirtschaft steht durch das Corona-Virus vor der größten Herausforderung seit Jahrzehnten. Was vor zwei Wochen mit der Absage der ITB begann, hat sich mittlerweile in vielen Branchen zu einer echten Krise entwickelt. Als Unternehmerin und ehrenamtliche Präsidentin der IHK Berlin erlebe ich in zahlreichen Gesprächen mit der Wirtschaft das große Bedürfnis nach Information und zielführender Unterstützung. Und auch die IHK-Mitarbeiter haben von den Berliner Betrieben bereits unzählige Anregungen, Fragen und Bedarfsmeldungen zum Umgang mit Corona aufgenommen und verarbeitet.

Die meistgenannte Botschaft war: Es braucht jetzt vor allem Liquidität, um drastische Umsatzausfälle zu kompensieren. Im Dialog mit Politik und Verwaltung konnten dazu bereits erste Erleichterungen für die Berliner Unternehmen erreicht werden. Diese drei konkreten Unterstützungsangebote sollten Sie kennen:

Die Investitionsbank Berlin (IBB) und die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe wollen ab Mitte der kommenden Woche den so genannten Liquiditätsfonds für alle von der Krise betroffenen Unternehmen öffnen und die Mittelbeantragung für die Darlehen deutlich vereinfachen. Dazu wird die IBB auch über ihre Hotline (siehe unten) die betroffenen Unternehmen zu Liquiditätshilfen informieren können und eine Checkliste für die Beantragung bereitstellen.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Finanzamt wegen unter Umständen notwendiger Stundungen oder mit Ihrer Hausbank und der Bürgschaftsbank zu den Möglichkeiten eines Überbrückungskredites.

Auch beim Thema Kurzarbeit wird es Erleichterungen geben: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) soll die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber normalerweise für ihre Beschäftigten zahlen müssen, künftig vollständig erstatten. Das Gesetz soll noch in der ersten Aprilhälfte in Kraft treten. Die Kurzarbeit muss bei der zuständigen Arbeitsagentur angezeigt werden. Eine Service-Hotline ist eingerichtet.

Viele Fragen erreichen uns auch zu vertragsrechtlichen Streitigkeiten oder Verhandlungen für neue Aufträge. In diesen Fällen können wir nur an ein wirtschaftliches und faires Miteinander appellieren.

Für konkrete Fragen zum Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Krise haben wir in der IHK Berlin ein Team aus Experten zusammengestellt, die zu den drängendsten Themen beraten. Das Beratungsteam der IHK Berlin erreichen Sie unter corona@berlin.ihk.de oder telefonisch unter 030 31510 919. Die Hotline ist von 8:00 – 17:00 Uhr besetzt. Um Sie immer auf dem Laufenden zu halten, finden Sie außerdem auf www.ihk-berlin.de/coronavirus gebündelte Informationen, die wir regelmäßig aktualisieren.

Wichtige Ansprechpartner sind auch:

Zu gesundheitlichen Fragen: Corona-Hotline der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung: 030 9028 2828
Zu Liquiditätshilfen (ab 18.03.): Investitionsbank Berlin, Hotline: 030 2125 4747
Zu Online-Finanzierungsanfragen über die Bürgschaftsbank: finanzierungsportal.ermoeglicher.de
Zum Kurzarbeitergeld: Bundesagentur für Arbeit, Service-Hotline für Arbeitgeber: 0800 45555 20
Zu allgemeinen wirtschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit Corona: Bundeswirtschaftsministerium, Hotline für Unternehmen: 030 18615 1515

Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitenden vor allem Gesundheit – und uns allen viel Erfolg im Umgang mit dieser Situation.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Dr. Beatrice Kramm

Präsidentin der IHK Berlin
IHK Berlin | Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin
kramm@berlin.ihk.de | Internet: www.ihk-berlin.de

PMM


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