Erster CO2-neutraler Kunstrasen

Der VfB Hermsdorf hat Berlins ersten Co2-neutral hergestellten Kunstrasenplatz auf am Freitagabend offiziell eingeweiht.

Die 1. Vorsitzende der Fußballabteilung des Vereins, Manuela Weber, begrüßte dazu Reinickendorfs Bezirksbürgermeister Frank Balzer, Sportstadtrat Tobias Dollase und den Präsidenten des Berliner-Fußball-Verbandes, Bernd Schultz.

Seit einem Jahrzehnt hatten die Hermsdorfer Kicker immer wieder darunter zu leiden, dass Wildschweine und Maulwürfe ihren Naturrasenplatz unbespielbar machten und dabei Schäden in einem Ausmaß anrichteten, die berlinweit beispiellos waren. Nachdem der Bund 1,2 Millionen Euro aus einem Kommunalinvestitionsprogramm bewilligte, konnte im Herbst der Umbau zum Kunstrasenplatz beginnen.

Bürgermeister Frank Balzer: „Ich freue mich für den VfB Hermsdorf, dass mit dem neuen Kunstrasen auf dem Großspielfeld eine lange Leidenszeit der Fußballer endet. Ich danke vor allem auch der Vorsitzenden Manuela Weber, die mit großen Engagement nicht nur die herausfordernde Situation bestmöglich meisterte, sondern sogar noch die Kraft fand, um die Räumlichkeiten und Außenanlagen aufzuwerten.“

Sportstadtrat Tobias Dollase: „Ich wünsche dem Verein, dass der moderne Kunstrasenplatz möglichst viele neue Mitglieder anlockt, um den Trainings- und Spielbetrieb auf möglichst breite Basis entwickeln zu können.“ Derzeit spielen und trainieren 21 Fußballteams beim VfB Hermsdorf, 2016 waren es noch 26.

Verlegt wurde der Kunstrasen von der Firma Polytan, die dazu biologische Reststoffe in Polyethylene verwandelt und dafür ausschließlich erneuerbare Energien nutzt. In Sachen Sportplatz-Ökologie ist der VfB Hermsdorf damit Vorreiter in der Hauptstadt. Da sich der Sportplatz in der Nähe eines Naturschutzgebiets befindet, wurde zudem eine Filteranlage für das Regenwasser verbaut. Dadurch werde verhindert, dass Abrieb von Schuhen oder Bällen in die Umwelt gelangt.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.