„Dicke Marie“

Der erste Hauptstadtbaum hat es in die Galerie der Nationalerbe-Bäume geschafft: für die „Dicke Marie“, eine 600 Jahre alte Stieleiche aus Tegel, ist kürzlich der Vertrag durch die Initiative „Nationalerbe-Bäume“ unterzeichnet worden. Dahinter steht die Deutsche Dendrologische Gesellschaft e.V. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, so genannte „Uralt-Bäume“, die über 1.000 Jahre alt werden können, zu schützen und zu pflegen, um ihnen damit langfristig ein “Altern in Würde” zu ermögli­chen.„Wir freuen uns, dass unsere ‚Dicke Marie‘ als erster Forstbaum bundesweit in die Galerie der Nationalerbe-Bäume aufgenommen wird. Die Dicke Marie ist ein echtes Tegeler Wahrzeichen und eng mit der Geschichte der Humboldt-Brüder verbunden. Durch die Lage am Uferwanderweg am Tegeler See zieht sie viele Besucher bei einem Spaziergang an“, erklärt Felix Schönebeck, Vorsitzender des Vereins I love Tegel e.V.

Die „Dicke Marie“ ist einer der dicksten, ältesten und bekanntesten Berliner Bäume. Die Stieleiche steht zwischen dem Schloßpark Tegel und dem Tegeler See und ist schon länger ein beliebter Anlaufort für Spaziergänger. Die „Dicke Marie“ hat an der dicksten Stelle einen Umfang von über 6,7 Metern. Ihren Namen hat sie nach historischen Erzählungen von den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt erhalten, die im nahegelegenen Schloß Tegel aufwuchsen. Die beiden Brüder sollen den Baum nach ihrer Köchin Marie benannt haben, die wohlbeleibt gewesen sein soll. Früher diente die „Dicke Marie“ als Grenzbaum und trennte die Gemarkungen Tegel und Heiligensee.

Felix Schönebeck und sein Verein I love Tegel e.V. werden sich dafür einsetzen, dass vor Ort ein Mülleimer mit Deckel installiert wird. Der fehlt nämlich bislang, was man bei einem Blick in die Umgebung leider auch sehen kann. Auch historische Spaziergänge mit einem Halt an der „Dicken Marie“ sind von I love Tegel geplant.
PMM

Fotos KiEZBLATT


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