Bienen

Bienenvölker lassen sich auf Sportplatz nieder – Stadtrat Dollase: Imkerei bringt nur Vorteile für Öko-System.

Seit wenigen Tagen gastieren Bienenvölker an einer Hecke am Rande des Sportplatzes Scharnweberstraße. Wie lange die bräunlichen Honigbienen dort bleiben werden, hängt von der Lindenblüte ab. Wenn die Blütezeit in etwa zwei bis drei Wochen vorüber ist, holen die passionierten Imker, Christian und Martin Hoyme, sie wieder zurück in ihre heimatlichen Gefilde.

Die beiden Immobilienmakler aus Reinickendorf hatten sich vor kurzem an Sportbezirksstadtrat Tobias Dollase gewandt und angefragt, ob das Bezirksamt während der Lindenblütenzeit auf dem Sportplatz einen Aufstellplatz zur Verfügung stellen würde.

Dollase sagte spontan ja: „Die Imkerei und damit die Bienen sind wertvoll und unverzichtbar für das gesamte Ökosystem. Die Bestäubung der Pflanzen führt gleichzeitig zur Stärkung und Vermehrung der wertvollen Bienen. Ich unterstütze die Imkerei gerne und will gleichzeitig auf diese Weise auch Sportlerinnen und Sportler für Bienen und deren Bedeutung für die Umwelt sensibilisieren.“
Dollase kündigte an, für Imker und Imkerinnen auch künftig ein offenes Ohr zu haben.

Christian Hoyme versicherte, dass es sich bei den Honigbienen ausschließlich um Carnica Bienen handele, die „sehr friedfertig und sanftmütig“ seien. Die Sportlerinnen und Sportler würden während ihres Trainings in keiner Weise von den Bienen gestört, versicherten die Imker.

Sportstadtrat Dollase ergänzte: „Wenn Gefahr für Menschen damit verbunden wäre, würde das Bezirksamt dem Projekt natürlich nicht zustimmen. Aber auf diese Weise können Sport und Naturschutz wunderbar miteinander verbunden werden.“ Dollase wies ausdrücklich darauf hin, dass die Sportlerinnen und Sportler mit den Bienen nicht in Berührung kommen. Der Aufstellplatz befindet sich am äußersten Rand des Geländes, weit weg vom Sportplatz, an einem Ort, an dem sich Menschen selten aufhalten.

Die Imker erklärten sich bereit, bei Interesse über Erfahrungen mit Bienen vor Sportgruppen und anderen Interessierten zu berichten.

Laut Martin Hoyme wird ein Bienenvolk in Bienenbeuten gehalten und besteht aus ca. 60.000 Bienen. Im Bienenvolk gibt es nur eine Königin, auch Weisel genannt, die mit ihrem einzigartigen Geruch das Volk zusammenhält und für neue Brut sorgt. Ihr ganzes Leben, rund 3 bis 4 Jahre, legt sie bis zu 2000 Eier pro Tag. Die Arbeitsbienen machen den größten Teil eines Bienenvolks aus. Sie sind für die Säuberung der Zellen, Versorgung der Larven und der Königin zuständig, ebenso für den Bau von Waben und deren Verdeckelung mit Wachs. Hauptaufgabe ist das Sammeln von Pollen, Wasser und Nektar. Eine Arbeitsbiene lebt rund sechs Wochen.


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