Bauernregeln

Dieser Monat, in dem es nur so blüht und duftet hat natürlich auch seine
Bauernregeln – Mai:
Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.
Donner im Mai führt guten Wind herbei.
Ein kühler Mai wird hoch geacht‘, hat stets ein gutes Jahr gebracht.
Trockener Mai – Wehgeschrei, feuchter Mai bringt Glück herbei.

Mamerz, Pankraz, Servazi, das sind drei Lumpazi.
Erklärung: Eine ganze Reihe von Bauernregeln befasst sich mit der Zeit zwischen dem 12. und 15. Mai (manchmal zusätzlich Mamerz:11.5.). Dieser Zeitraum wird im Volksmund als Eisheilige bezeichnet. Die Heiligen heißen Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie, wobei die kalte Sophie hauptsächlich in Süddeutschland auftritt. In dieser Zeit kommt es häufig zu letzten Kälterückfällen in Form von Nachtfrösten. Die bereits weitentwickelte Vegetation kann dadurch erheblichen Schaden nehmen. Statistische Auswertungen bestätigten, dass die Bodenfrostwahrscheinlichkeit Anfang Mai noch bei 30 Prozent, nach dem 15. Mai aber nur noch bei 5 Prozent liegt. Damit ist die Gefahr von späten Schadfrosten in der Landwirtschaft nach den ‚Eisheiligen‘ tatsächlich deutlich geringer als davor.
Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifazius vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai. Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.
Erklärung: Der Zeitraum zwischen Eisheiligen und kommendem Herbst ist zwar sehr lang, doch lassen sich bei Betrachtung vieler Jahre zumindest statistisch Zusammenhänge zeigen. So folgte nach einem warmen 12. Mai mit 63-prozentischer Wahrscheinlichkeit ein zu warmer Oktober und in 68 Prozent der Fälle ein zu warmer November. (mehr dazu bei www.wetter.de)

KiEZBLATT Seite 08 9

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