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EU-Landwirtschaft verursacht Klimaschäden von 77 Milliarden Euro!
Vor Klimakabinett am 20. September: foodwatch fordert konkrete Einsparvorgaben für gesamte Agrarbranche.Die Landwirtschaft in der Europäischen Union verursacht enorme Klima- und Umweltschäden. Allein die CO2-Emissionen der Landwirtschaft haben Klimakosten in Höhe von 77 Milliarden € pro Jahr zur Folge. Das zeigt eine im Auftrag der Verbraucherorganisation foodwatch durchgeführte Auswertung zahlreicher wissenschaftlicher Studien.

Diese Umweltkosten spielten in der Agrarpolitik allerdings bisher kaum eine Rolle, heißt es in der Studie.

foodwatch forderte die Bundesregierung auf, konkrete CO2-Einsparvorgaben für die Landwirtschaft zu formulieren. Um Anreize zu schaffen, möglichst klimafreundlich zu produzieren, müsse zudem das Verursacherprinzip angewendet werden: Die Landwirtschaft müsse für die von ihr verursachten Klima- und Umweltschäden aufkommen. Das würde umweltfreundlich erzeugte Produkte günstiger machen als solche, deren Produktion hohe Umweltschäden verursacht, so foodwatch.

„Die Klimadebatte darf nicht nur um Flugreisen und SUVs kreisen, sondern wir müssen auch die Landwirtschaft ins Visier nehmen. Mit ihrer Überproduktion an Fleisch und mit unnötig klimaschädlichen Anbaumethoden ist die heutige Landwirtschaft eine riesige CO2-Schleuder – und der Staat fördert das fehlgeleitete Wirtschaften auch noch mit Milliardensubventionen.
Dass es bis heute keine verbindlichen Einsparziele für die Agrarbranche gibt, ist ein Skandal“, kritisierte foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker.

Mit kleinteiligen Umschichtungen der Subventionen im Agrarhaushalt lasse sich die Landwirtschaft nicht klimagerecht umbauen. „Die Agrarpolitik muss endlich Teil der Klimapolitik werden!

Für eine klima- und umweltgerechte Landwirtschaft muss das in der Umweltpolitik längst etablierte Verursacherprinzip auch in der Agrarpolitik gelten: Wer Klima- und Umweltkosten verursacht, muss diese auch bezahlen. Die Verursacher von vermeidbaren Umweltschäden dürfen nicht auch noch mit Subventionen aus Steuergeldern belohnt werden.“

PMM


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