KiEZBLATTFrageBVV 089 – „TEGEL-City Großbaustelle“

Wie steht Ihre Fraktion zu den NEUEN Fakten der Großbaustelle in TEGEL-City?
A / Die Markthändler haben ihre Einkommensquelle verloren
B / – 28% > Von den angekündigten 50.000 qm für ca. 100 Shops ist jetzt nur noch von 36.000 qm die Rede
C / – 100% > Von den angekündigten 200 Fahrradstellplätzen ist jetzt gar keine Rede mehr
D / – 47% > Von den angekündigten 600 Parkplätzen ist nur noch von 320 die Rede, obwohl interessanterweise allein von einem Mieter täglich 1.400 mehr Mitarbeiter für Tegel generiert werden.ANTWORT > CDU-Fraktion
A – Der Bezirksbürgermeister Frank Balzer hat den Standbetreibern eine alternative Fläche zwischen der Karolinenstraße und Am Tegeler Hafen angeboten und damit den Weiterbetrieb unterstützt, bis die neue Markthalle im Tegel-Quartier Mitte 2020 eröffnen kann. Von den 25 Marktbetreibern haben allerdings nur drei Interesse geäußert, sodass eine Übergangslösung ab dem baubedingten Auszug ab Januar finanziell nicht darstellbar ist.B – Wir freuen uns über 1400 zusätzliche Arbeitsplätze in Reinickendorf! Mit dem Ankermieter, die Deutsche Rentenversicherung (28.000 Quadratmeter), können für den privaten Investoren höhere Mieteinnahmen erzielt werden. Damit können wiederum die für Kunden attraktiven Einzelhandelsgeschäfte subventioniert werden, die im Vergleich deutlich geringere Mieteinnahmen bringen.

C – Im Rahmen des Bauvorhabens Tegel Quartier wurde bereits eine überdachte doppelstöckige Fahrradabstellanlage mit bis zu 200 Fahrradplätzen am Standort Gorkistraße/Eschachstraße errichtet.

D – Die Mitarbeiter der Rentenversicherung haben in einer Umfrage deutlich gemacht, überwiegend den ÖPNV zwecks Anreise nutzen zu wollen. Die vergleichsweise gute Verkehrsanbindung war einer der Hauptgründe für die Standortentscheidung. Die vom Bezirksamt eingerichtete Kurzparkzone hat die Parkplatzsituation für Anwohner und Gewerbetreibende verbessert. Der trotzdem noch vorhandene Parkplatzmangel in Tegel lässt sich nachhaltig jedoch nur durch einen weiteren Ausbau des ÖPNV lösen.
Die CDU-Fraktion fordert unter anderem den zweigleisigen Ausbau der S25 und einen 10-Minuten-Takt. Nach unserem BVV-Antrag, dass der Ridesharing-Service der BVG „Berlkönig“ auch nach Reinickendorf ausgeweitet wird, wird im kommenden Jahr eine Strecke zwischen Tegel und Heiligensee eingerichtet.

ANTWORT > AfD-Fraktion
A – Bedauerlicherweise lässt es sich im Zuge einer sehr umfangreichen Baumaßnahme wie im Falle der Großbaustelle in Tegel nicht vermeiden, dass bedingt durch die erheblichen baulichen Einschränkungen die Kundenzahl für die verbliebenen Markthändler abnimmt. Dies hätte jedoch bereits zu Beginn der lange im Vorfeld angekündigten, umfangreichen und zeitintensiven Baumaßnahme dem Bezirksamt bewusst gewesen sein müssen, weshalb temporär ein alternativer, besser besuchter Standort für die Markthändler hätte eingerichtet werden sollen. Solche Umstände müssen bei künftigen Bauvorhaben unbedingt Beachtung finden, um nicht die Existenz unserer kleinen Händler zu gefährden.

B – Im Zuge von derartigen Großprojekten, ist es nicht unüblich, dass während des Baus auftretende neue Fakten und Erkenntnisse dazu führen, dass zwangs-weise vom ursprünglichen Plan abgewichen werden muss. Der Einzug der Deutschen Rentenversicherung mit mehreren Tausend Arbeitsplätzen ist sicherlich für Reinickendorf grundsätzlich keine negative Veränderung.
Wir betrachten den „Einkaufs-Violinschlüssel-Tegel“ als ein Gesamtprojekt. Betrachtet man die beiden Enden, also die Hallen am Borsigturm und das neue Gorkizentrum sowie die Verbindung durch die Berliner Straße, so sehen wir die Zahl der Einkaufsmöglichkeiten und der Geschäfte als durchaus ausreichend an.

C – Glücklicherweise wurde bereits vor einiger Zeit ein Fahrradparkplatz direkt neben den Bahngleisen eingerichtet, der derzeit noch bei weitem nicht ausgelastet ist. Sollte nach Vollendung der Baumaßnahmen festgestellt werden, dass zusätzliche Stellplätze in der Nähe des neuen Einkaufszentrums benötigt werden, wird sich die AfD-Fraktion dafür einsetzen, dass dieser Platz entsprechend dem neuen Bedarf erweitert wird oder ggf. ein weiterer Fahrradparkplatz in der Nähe des Einkaufszentrums eingerichtet wird.

D – Die AfD-Fraktion setzte sich bereits in der Vergangenheit in der BVV dafür ein, die kritische Parkplatzsituation in Tegel zu entspannen. Sollten die geplanten Parkplätze nach Fertigstellung der Baumaßnahme für den Geschäftsbetrieb des neuen Einkaufszentrums nicht ausreichen, müssen weitere Parkmöglichkeiten für Besucher und Mitarbeiter des Tegelquartiers eingerichtet werden. Dennoch darf man hierbei nicht außer Acht lassen, dass der Standort Alt-Tegel äußerst gut an den ÖPNV angebunden ist und bereits viele Besucher die vielseitigen Bus- und Bahnverbindungen nutzen. Es bleibt hierbei abzuwarten, wie sich die Fertigstellung des neuen Einkaufszentrums tatsächlich auf den Parksuchverkehr auswirkt. Die AfD-Fraktion wird die Situation beobachten und bei Bedarf entsprechende Initiativen in die BVV einbringen.


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